IfW in den Medien

"Italien an der Belastungsgrenze"

03.11.2018

Ulrich Stolzenburg hat berechnet, was die aktuellen Risikoaufschläge am Kapitalmarkt für Italiens Staatsfinanzen bedeuten.

Aus dem Artikel

(...) Nach einer Analyse aus dem Kieler Institut für Weltwirtschaft ist der Spielraum Roms gegenüber Brüssel nur gering. In einer Arbeit mit dem Titel "Italien an der Belastungsgrenze" rechnet der Ökonom Ulrich Stolzenburg vor, dass Italien, sollten die aktuellen Risikoprämien Bestand haben, pro Jahr rund 5 Milliarden Euro mehr Zinsen zahlen muss. "Noch höhere Risikoaufschläge an den Kapitalmärkten oder eine Normalisierung der Geldpolitik der EZB würden Italiens Staatsfinanzen voraussichtlich nicht mehr verkraften", schreibt der Ökonom. "Eine weitere Eskalation der Krise liegt weder im Interesse der italienischen Regierung noch der EU-Kommission, und es erscheint wahrscheinlich, dass sich beide Seiten lediglich nach außen unnachgiebig zeigen, sich in direkten Gesprächen aber aufeinander zubewegen und eine baldige Deeskalation sogar der wahrscheinlichste Ausgang dieses Konfliktes ist."

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