IfW in den Medien

Ein Dämpfer für das Wachstum

15.11.2018

Nils Jannsen erläutert den Hintergrund des Produktionsrückgangs in der deutschen Automobilindustrie.

Aus dem Artikel

(...) Viele Hersteller hatten die seit September nötige Zertifizierung nach diesem Standard nicht für alle ihre Modelle pünktlich vorliegen und drosselten deshalb ab August stark ihre Produktion. Das erläuterten Nils Jannsen vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel und Manuel Kallweit vom Automobilindustrie-Verband VDA in der Fachzeitschrift "Wirtschaftsdienst".

Im Ergebnis ist die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um sieben Prozent zurückgegangen. Da Autos und Autoteile rund vier Prozent der Wertschöpfung der Gesamtwirtschaft stellen, kommen die Experten auf einen direkten Dämpfungseffekt für das Bruttoinlandsprodukt von 0,3 Prozentpunkten. Wegen der Lieferverflechtungen in vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche sei der Effekt sogar noch größer. Im Umkehrschluss würde das bedeuten: Ohne den WLTP-Effekt wäre das BIP im dritten Quartal nicht geschrumpft.

Die gute Nachricht ist, dass die Experten für das Winterhalbjahr mit einer Gegenbewegung rechnen und erwarten, dass das BIP im nächsten Jahr genauso stark angeschoben wird, wie es jetzt durch die Produktionsverschiebung gedämpft wurde.

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