IfW in den Medien

Pakt für die Migrantenrechte

23.07.2018

Matthias Lücke hält das Handeln einzelner EU-Länder mit den Zielen des Masterplan Migration für nicht vereinbar.

Aus dem Artikel

(...) Das sei ein Zielkonflikt, sagt der Migrationsexperte Matthias Lücke vom Institut für Weltwirtschaft ( IfW ): "Die Europäer müssen sich fragen, wie sie Auffanglager mit fragwürdigen menschenrechtlichen Standards außerhalb Europas fordern können, wenn sie den Migrationsvertrag annehmen", sagt er. "Und sie müssen sich auch fragen, ob sie die Betreiber von Rettungsschiffen noch strafrechtlich verfolgen können." Lücke geht noch weiter: "Nimmt man den Pakt ernst, dann sollte man die Möglichkeiten für reguläre Migration tatsächlich ausweiten." Dies gelte explizit nicht nur für Fachkräfte, die ja schon jetzt regulär nach Deutschland kommen könnten. "In Afrika gibt es viele Menschen, die keine besonderen beruflichen Qualifikationen haben, aber in Deutschland durchaus Arbeit finden würden", sagt Lücke. Es sei zu prüfen, ob nicht ein Teil von ihnen auf legalem Weg nach Europa kommen könnte - etwa durch Nachweis eines entsprechenden Arbeitsvertrags.

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