IfW in den Medien

Eine unbequeme Wahrheit - und viele offene Fragen

13.02.2018

Wilfried Rickels, Christine Merk und Andreas Oschlies zum 2-Grad-Ziel

Aus dem Artikel

(...) Am 12. Dezember 2015 haben die 195 Mitgliedstaaten der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) auf der UN-Klimakonferenz in Paris beschlossen, den Anstieg der globalen Mitteltemperatur bis zum Jahr 2100 im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten auf mindestens 2 Grad zu begrenzen. Idealerweise soll der Temperaturanstieg sogar nur 1,5 Grad betragen. Inwieweit die infolge von Paris angekündigten nationalen Emissionsreduktionen diesen Zielen gerecht werden, lässt sich auf Webseiten wie Climate Action Tracker oder Climate Scoreboard nachvollziehen. Hier stellen Wissenschaftler dar, wie sich die geplanten Emissionsreduktionen auf den Anstieg der globalen Mitteltemperatur auswirken würden.

Die Berechnungen zeigen, dass selbst für den Fall, dass die angekündigten Emissionsreduktionen um- und fortgesetzt würden (Deutschland wird z.B. seine für 2020 gesetzten Ziele nicht erreichen), der mittlere Temperaturanstieg mit etwa 3-3,5 Grad aber deutlich über den in Paris beschlossenen Zielen liegen würde. Die Treibhausgasemissionen müssen also deutlich stärker und schneller sinken als  derzeit vorgesehen. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die Treibhausgasemissionen müssen nicht nur möglichst schnell auf null sinken, sie müssen sogar negativ werden. Das bedeutet, wir benötigen zusätzlich zu den Emissionsreduktionen Methoden und Technologien, um der Atmosphäre CO2 zu entziehen.

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Andreas Oschlies