IfW in den Medien

Keine Angst vor der Massenzuwanderung aus Afrika

22.12.2018

Matthias Lücke glaubt nicht, dass Europa eine Einwanderungswelle aus Afrika bevor steht.

Aus dem Artikel

(...) Matthias Lücke, Migrationsökonom am Institut für Weltwirtschaft ( IfW ) in Kiel, meint dagegen: «Nur weil die Bevölkerung in einem Land wächst, müssen nicht überproportional viele Menschen auswandern.» Migration müsse man als System von verschie­denen Faktoren verstehen: «Die Menschen leben in wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhängen. Emigration ist nur eine Option.» Die Zukunftsperspektive sei wichtig: «Wer gute Aussichten für sich und seine Kinder hat, der macht sich nicht auf einen risikoreichen Weg.»
Wenn mehr Menschen vor dieser Entscheidung stünden, müsse nicht unbedingt der Anteil der Auswanderer ­dramatisch zunehmen. Neben der Si­tuation im Heimatland gebe es andere wichtige Faktoren, meint Lücke: «Es ist wichtig, wie teuer und beschwerlich der Weg nach Europa ist und was für ein ­Leben man dort erwartet.»

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