IfW in den Medien

Italien und Deutschland bremsen den Euroraum

04.12.2018

Stefan Kooths: "Die Lage in Rom kann auch dazu führen, dass die Geldpolitik länger auf dem Gaspedal bleibt als man gutheißen könnte."

Aus dem Artikel

(...) Das Risiko einer Destabilisierung der Währungsunion, das der Streit um den Haushalt im strukturschwachen Italien birgt, wiegt laut Ökonomen besonders schwer. Die Regierung in Rom beabsichtigt, den Stabilitäts- und Wachstumspakt zu verletzen und damit offen Recht zu brechen. "Institutionen funktionieren in Abhängigkeit davon, ob ein Konsens über Regeln besteht, der diese trägt", sagt IfW -Forscher Kooths. Die Lage in Rom könne "auch dazu führen, dass die Geldpolitik länger auf dem Gaspedal bleibt, als man aus Finanzstabilitätsgesichtspunkten für gut heißen könnte", fürchtet Kooths. Zumal sinkende Insolvenzzahlen in Deutschland bereits darauf hindeuteten, dass nicht nachhaltige Strukturen als Folge der lockeren Geldpolitik konserviert werden.

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