IfW in den Medien

Revolte in den deutschen Armenhäusern

27.10.2017

Robert Gold und Stephan Heblich zeigen in einer Studie, dass Globalisierungsverlierer tendenziell rechte Parteien wählen.

Aus dem Artikel

(...) Um solche tiefer liegenden Gründe zu erkennen, haben die Ökonomen einer Forschergruppe um die beiden Deutschen Stephan Heblich und Robert Gold zusammengetragen, wie stark einzelne Regionen und Landkreise von den beiden großen Wellen der Globalisierung wirtschaftlich getroffen wurden: erst von der Öffnung der Grenzen in den Neunzigerjahren - und später dann von der neuen Konkurrenz aus China, seit das Land 2001 weitgehend freien Zugang zu westlichen Märkten bekam. Dabei verglichen die Forscher, wie stark es seit der Öffnung der Grenzen in den jeweiligen Regionen dazu kam, dass lokale Industrien durch steigende Importe verdrängt wurden.

Das Ergebnis verglichen die Experten mit dem Wählerverhalten in den beiden betreffenden Jahrzehnten. Und siehe da: Genau in den Regionen, wo die Forscher den via Globalisierung größten Druck auf lokale Wirtschaftsstrukturen maßen, bekamen rechte Parteien seit langem schon überdurchschnittlichen Zulauf. Im Westen etwa in der Südwestpfalz, früher stark durch Lederindustrie geprägt, die nach Messung der Ökonomen schon in den Achtzigerjahren zu den am stärksten von Importkonkurrenz getroffenen Zonen zählten; ebenso wie Grenzgebiete in Bayern.

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