IfW in den Medien

"Da sind signifikante Fortschritte gemacht worden"

10.07.2017

Interview mit Dennis Snower, der den Hamburger G20 Gipfel als Erfolg bewertet

Aus dem Interview

(...) Barenberg: Viele Beobachter sind sich ja einig: Etwas mehr als nichts ist ungefähr das Ergebnis des Gipfels. Sind Sie auch ernüchtert?

Snower: Nein, überhaupt nicht. Ich glaube, es sind signifikante Fortschritte gemacht worden und es ist wichtig, die Folgen zu haben. Das erste ist, der Fokus auf Wachstum und Finanzstabilität hat jetzt einen weiteren Rahmen bekommen, und das ist etwas, was den Globalisierungsgegnern zu denken geben wird. Jetzt ist die G20 auf Wohlergehen und Wohlstand des Menschen ausgerichtet. Es steht in der Regierungserklärung, dass die G20 entschlossen ist, die Globalisierung zum Wohl aller Menschen zu gestalten, und das ist eine neue Art und Weise, die G20 zu betrachten, und unter dieser Hinsicht, glaube ich, kann man viele soziale Probleme, die mit den Ökonomischen zusammenhängen, in den Griff bekommen.

"Nachhaltige globale Lieferketten"

Barenberg: Sie hatten ja im Vorfeld zusammen mit anderen Organisationen genau das gefordert, den Fokus stärker auf die sozialen Bedürfnisse der Menschen zu lenken, auf Umweltschutz und Klimaschutz auch. Wo sehen Sie dann in den Ergebnissen konkret, dass dem Rechnung getragen wurde?

Snower: Konkret wurde dem in der ganzen Erklärung Rechnung getragen. Zum Beispiel, wann es um nachhaltige globale Lieferketten ging, war es nicht einfach die Rede, dass diese Lieferketten dem Wachstum allein dienen sollen. Es war, auch die G20 darum zu verpflichten, die Umsetzung von Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards sowie Durchsetzung von Menschenrechten in Einklang mit internationalen Wertschöpfungsketten zu bringen, und das ist ein großer Fortschritt, denn man kümmert sich um das Soziale und die Umwelt zusammen mit der Wirtschaft.

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