IfW in den Medien

Trump befeuert Wettlauf um die niedrigsten Steuersätze

04.12.2017

Klaus-Jürgen Gern zur US-Steuerreform

Aus dem Artikel

(...) „Eine solche Steuerreform, wie sie jetzt diskutiert wird, würde nach meiner Auffassung eher die Leistungsbilanzdefizite der USA erhöhen“, analysiert Klaus-Jürgen Gern vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Nicht nur er erwartet, dass Trump darauf reagieren wird. „Er könnte dann von anderer Seite, nämlich der des Protektionismus, die Sache angehen“, meint der Wissenschaftler. Der deutsche Industrieverband BDI sieht ohnehin in den US-Plänen einen „klar protektionistischen Charakter“.

Eine weitere Schwachstelle ist die Tatsache, dass die Einnahmeausfälle durch die geplanten US-Steuersenkungen die Schulden des Landes binnen zehn Jahren um weitere 1,4 Billionen Dollar steigern werden – bei einem Schuldenstand von schon jetzt über 20 Billionen Dollar oder knapp 130 Prozent der jährlichen US-Wirtschaftsleistung. Für die Weltgemeinschaft ist das eine schlechte Nachricht. IfW-Experte Gern sieht ohnehin schon einen abflaufenden Konsolidierungseifer in der Welt. „Die US-Steuerreform mit der darin angelegten Schuldenerhöhung könnte diesen Trend noch verstärken“, warnt er nun.

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