IfW in den Medien

Deutschland trägt Hauptlast der Russland-Sanktionen

14.12.2017

Julian Hinz zu den Lasten aus den Russland-Sanktionen

Aus dem Artikel

(...) Die deutsche Wirtschaft muss nach einer noch unveröffentlichten Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft im Westen die mit Abstand größten Handelsverluste durch die Russland-Sanktionen hinnehmen. Deutschland trage prozentual gesehen "fast 40 Prozent des verlorenen Handels im Westen, während andere große geopolitische Akteure wie das Vereinigte Königreich (7,9 Prozent), Frankreich (4,1 Prozent) und die Vereinigten Staaten (0,6 Prozent) weitaus weniger betroffen sind", heißt es in der Studie, die unserer Redaktion vorliegt.

Die Gesamtkosten der 2014 verhängten Russland-Sanktionen betrugen nach den IfW-Berechnungen 114 Milliarden US-Dollar oder 97 Milliarden Euro allein im Jahr 2015. Davon entfielen 61 Prozent auf russische Unternehmen. Der Exportverlust für sanktionierende westliche Länder belaufe sich auf 44 Milliarden US-Dollar oder 37,5 Milliarden Euro, wovon wiederum 90 Prozent auf EU-Länder entfielen.

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