IfW in den Medien

Brexit trifft die Wirtschaft kaum

09.09.2016

Die IfW-Konjunkturforscher bleiben in ihrem Wirtschaftsausblick trotz Brexit-Votum optimistisch

Aus dem Artikel

(...) "Waren die Ökonomen noch vor wenigen Wochen besorgt, dass das Brexit-Votum der britischen Wähler auch die deutsche Wirtschaft hart treffen könnte, scheinen die Sorgen weitestgehend verblasst. Der Aufschwung in Deutschland dürfte sich weiter fortsetzen, zeigen nun die aktuellen Wachstumsprognosen, die drei der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute am Donnerstag vorlegten. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft ( IfW ) hob seine Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im laufenden Jahr um 0,2 Punkte auf 1,9 Prozent an. "Getragen wird die konjunkturelle Dynamik weiter vor allem von den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften", kommentierte der Leiter des IfW-Prognosezentrums, Stefan Kooths.

Dass die Folgen des Brexit-Votums spurlos an der deutschen Wirtschaft vorbeiziehen, sei allerdings nicht zu erwarten. Seine Prognose für 2017 senkte das IfW auf 1,7 Prozent. Betroffen seien vor allem die Ausfuhren, die von der schwächeren Nachfrage aus Großbritannien gedämpft würden. Allerdings dürften sich die Exporte laut dem Kieler Institut bald wieder fangen. Insgesamt sei bis 2018 mit Wachstumseinbußen von 0,5 Prozent zu rechnen.

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