IfW in den Medien

2104 Euro Subventionen je Einwohner

28.11.2016

Claus Friedrich-Laaser uns Astrid Rosenschon kritisieren im Kieler Subventionsbericht die hohen Subventionen der Bundesregierung

Aus dem Artikel

(...) Volle öffentliche Kassen erlauben es den Politikern, sich großzügig zu zeigen. Die Finanzhilfen und Steuervergünstigungen sind nach Berechnungen von Claus-Friedrich Laaser und Astrid Rosenschon vom Kieler Institut für Weltwirtschaft so hoch wie nie zuvor. Sie kommen auf Subventionen von 168,7 Milliarden Euro für das vergangenen Jahr oder 2104 Euro je Einwohner. Die damit verbundenen Mehrausgaben und Mindereinnahmen sind zehn mal höher als das Aufkommen aus dem Solidaritätszuschlag.

Nach den Erkenntnissen der Kieler Forscher waren die Subventionen nach der Jahrhundertwende nie so niedrig wie 2007 mit 141,2 Milliarden Euro. Im Zuge der Finanzkrise stiegen sie dann auf 166,3 Milliarden Euro im Jahre 2010. Danach war die Entwicklung rückläufig, aber nur kurz. Seit 2013 geht es mit den Subventionen wieder nach oben.

Traditionell ordnen die Kieler Ökonomen viel mehr unter dem Oberbegriff Subvention ein als die Bundesregierung, entsprechend kommen sie auf deutlich höhere Werte. Sie rechnen beispielsweise die kostenfreie Zuteilung von Kohlendioxid-Emissionshandelszertifikate genauso dazu wie Hilfen für den öffentlichen Personenverkehr und Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Theater, Museen.

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