IfW in den Medien

Chancen des Aufschwungs nutzen

19.03.2015

Gastkommentar von Stefan Kooths, der einen Boom der deutschen Konjunktur prognostiziert und von der Politik fordert, diesen nicht mit zusätzlichen Ausgaben zu befeuern

Aus dem Artikel

(...) Stabilisierungspolitisch ist jetzt eine Politik der ruhigen Hand geboten. Die zunehmende Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten dürfte im nächsten Jahr bereits als Beginn einer Überdehnung spürbar werden. Eine solche Überdehnung, die mittelfristig in die Überhitzung führen kann, stellt eine stabilisierungspolitische Zielverfehlung dar, der man idealerweise nicht erst begegnen sollte, wenn sie bereits eingetreten ist. Jeder Boom ist seiner Natur nach nicht nachhaltig und muss früher oder später durch eine Anpassungsrezession korrigiert werden – im Durchschnitt aus Boom und Anpassungsrezession stellt sich eine Volkswirtschaft schlechter als bei einer stetigeren Entwicklung. Das mit einem Boom einhergehende Risiko ist für Deutschland derzeit besonders ausgeprägt, da das anhaltende Niedrigzinsumfeld die Fehlverwendung von Kapital besonders wahrscheinlich macht. So sind an den Immobilienmärkten bereits mancherorts Übertreibungen zu erkennen.

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