Buchvorstellung & Diskussion

„Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen“

20 Jan 2020

19:00
24105 Kiel
Kiellinie 66

Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der taz, stellt in ihrem neuen Buch „Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen"  einige "Mythen der deutschen Wirtschaftsgeschichte" in Frage. Ludwig Erhard der „Vater” des Wirtschaftswunders sei in Wahrheit ein unfähiger Ökonom, ein Profiteur des NS-Regimes und ein Lügner gewesen. Die Bundesbank sei nicht die unbestechliche „Hüterin der D-Mark” gewesen, sondern habe tatsächlich Millionen in die Arbeitslosigkeit geschickt und die deutsche Einheit fast ruiniert. „Soziale Marktwirtschaft” klinge nach sozialem Ausgleich, doch begünstigt würden die Vermögenden, schreibt Herrmann.

Auch die permanenten Exportüberschüsse seien nicht etwa ein Zeichen von Reichtum, sondern entstünden nur, weil die deutschen Löhne nicht hoch genug seien. Umgekehrt würden echte Erfolge nicht gesehen: Die Wiedervereinigung sei angeblich wahnsinnig teuer gewesen, tatsächlich habe sie keinen einzigen Cent gekostet.

Ihre streitbaren Thesen diskutiert Ulrike Herrmann mit Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am Kieler Institut für Weltwirtschaft.

Moderation

Stefan Reinecke, parlamentarischer Korrespondent der taz

Ort

Hörsaal, Kiel Institut für Weltwirtschaft


Veranstalter