Schuldenbremse – Ausweg oder Irrweg?

19 Sep 2019
19:00
24116 Kiel
Knooper Weg 75

Staatsschulden sind Normalität. Sie sind über viele Jahrzehnte gewachsen, bis Deutschland 2009 im Zeichen der weltweiten Finanzkrise die Schuldenbremse eingeführt hat, die ab 01.01.2020 auch in den Bundesländern verbindlich wird.

Nach dem einfachen Prinzip, nur so viel Geld auszugeben, wie man einnimmt, sollte damit eine sparsame und dadurch stabile, zukunftssichere und generationengerechte Haushaltsführung festgeschrieben werden. Doch die Idee ist umstritten. Die Schuldenbremse wird von vielen Ökonominnen und Ökonomen schon länger und zunehmend auch in der Politik kritisiert und in Frage gestellt.

Doch sind die Grundsätze der „schwäbischen Hausfrau“ für eine Volkswirtschaft sinnvoll? Was hat es für Auswirkungen auf unser Leben, wenn der Staat nach Jahrzehnten des Schuldenmachens auf einmal damit aufhört? Hilft die Schuldenbremse künftigen Generationen oder erschwert sie dringend nötige Investitionen in Klimaschutz oder Bildung? Brauchen wir statt der „Schwarzen Null“ eine „Grüne Null“? Verhindert die Schuldenbremse Finanzkrisen wie um 2008? Und: Gibt es sinnvollere Alternativen?

Diesen und ähnlichen Fragen möchte die Grüne Landtagsfraktion Schleswig-Holstein, im Café mmhio nachgehen.

Es diskutieren mit:

Dr. Gaby Schäfer, Präsidentin des Landesrechnungshofs
Prof. Dr. Jens Boysen-Hogrefe, Institut für Weltwirtschaft, Mitglied im Arbeitskreis Steuerschätzungen des Bundesministeriums der Finanzen
Prof. Dr. Heike Joebges, Makroökonomin an der HTW Berlin
Lasse Petersdotter, Sprecher für Haushalt und Finanzen in der Grünen Landtagsfraktion

Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.