Global China Conversations #1

China und Europa: Riskante wirtschaftliche Abhängigkeiten?

26 Aug 2021

Thema

Die chinesische und die europäische Wirtschaft sind eng verflochten. Dies zeigt sich besonders während der Covid-19-Krise, als Lieferengpässe ebenso wie Chinas rasche wirtschaftliche Erholung Schlagzeilen machten. Die enge Verflechtung mit dem schwer einzuschätzenden Wirtschaftspartner China birgt Risiken. Die Spannungen nehmen zu, was sich auch an dem auf Eis gelegten Investitionsabkommen zwischen der EU und China zeigt. In der ersten Global China Conversation analysieren wir die sino-europäischen Wirtschaftsbeziehungen mit einem Fokus auf gegenseitigen Abhängigkeiten. Wir diskutieren politische Vorschläge für Maßnahmen und fragen, was das Konzept der ‘doppelten Zirkulation’ im chinesischen Fünfjahresplan und die europäische Außenpolitik der ‘strategischen Unabhängigkeit’ für die weitere Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen bedeutet.

Programm

Die Veranstaltung besteht aus Impulsvorträgen der Sprecher gefolgt von einer Diskussion und der Möglichkeit von direktem Austausch mit den Sprechern in digitalen Break-out Rooms.

Die Global China Conversation #1 wird auf Deutsch abgehalten.

Zusammenfassung GCC#1

https://table.media/china/analyse/china-usa-eu-ifw-protektionismus/

Literatur

Die Impulsvorträge nehmen Bezug auf folgende Veröffentlichungen:

Decoupling Global Value Chains

Business Confidence Survey 2021

Sprecher

Gabriel Felbermayr

Prof. Gabriel Felbermayr, Ph.D.

Prof. Gabriel Felbermayr, Ph.D. ist seit März 2019 Präsident des Instituts für Weltwirtschaft. Gleichzeitig ist er Inhaber der Professur für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik, an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Gabriel Felbermayr hat verschiedene Rollen und Positionen inne. Die wichtigsten sind: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie; Mitherausgeber, European Economic Review; Assoziierter Herausgeber, Zeitschrift der European Economic Association.

Jörg Wuttke

Jörg Wuttke

Jörg Wuttke ist Chefrepräsentant eines großen deutschen Dax-Konzerns in China. Er ist zudem Präsident der EU-Handelskammer in China – ein Amt, das er bereits von 2007 bis 2010 sowie von 2014 bis 2017 besetzt hatte. Wuttke ist Mitglied des Beratergremiums des Mercator Institute for China Studies (MERICS) in Berlin und lebt seit mehr als drei Jahrzehnten in Peking.

Moderation

Vera Eichenauer

Dr. Vera Eichenauer

Dr. Vera Eichenauer ist Ökonomin an der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich. Sie interessiert sich für Wirtschaftspolitik und Fragen der internationalen ökonomischen Governance. Sie forscht aktuell unter anderem zu Europas Umgang mit Chinas wirtschaftlicher Präsenz und Einfluss durch wirtschaftspolitische Massnahmen. Sie promovierte 2016 an der Universität Heidelberg in Volkswirtschaft und erhielt ihren Masterabschluss in Internationalen Beziehungen von der Sciences Po Paris.