Projekt

Methodische und analytische Stärkung in aktuellen Fragen der Außenhandels- und ausländischen Investitionspolitik

Projektbeginn 12/2019
-
Projektende 11/2022
Birds eye view of a ship in a harbor loaded with containers

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die Auswirkungen der Globalisierungsprozesse auf deutsche Unternehmen zu untersuchen und besser zu verstehen. Ein detailliertes Verständnis der Wirkungsmechanismen ist eine Voraussetzung für effektive und zielgerichtete wirtschaftspolitische Maßnahmen und nicht zuletzt vor dem Hintergrund verschiedener Verwerfungen des handelspolitischen Rahmens in der jüngeren Vergangenheit (z.B. Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China, Brexit) von großer Bedeutung. Um solche Mechanismen adäquat abzubilden, sind zum einen theoretische Modelle, die Unternehmensheterogenität erlauben und zum anderen mikro-basierte Daten notwendig.

Mikrodaten, die solche Analysen zulassen, sind für einige Länder der EU verfügbar. Die Datenlage für Deutschland ist in dieser Hinsicht bislang leider nicht optimal. Ein Ziel dieses Projektes ist daher die Aufbereitung von verfügbaren Mikrodaten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder und eine Verknüpfung der Mikrodaten zum Außenhandel mit Unternehmensstatistiken. Des Weiteren sollen diese Daten mit weiteren Datensätzen der Deutschen Bundesbank, insbesondere zu Ausländischen Direktinvestitionen und Dienstleistungshandel verbunden und schließlich für die Forschung zugänglich gemacht werden.

Auf theoretischer Seite sollen existierende mikrofundierte quantitative Außenhandelsmodelle weiterentwickelt werden, so dass sie die Realität besser abbilden (insbesondere im Hinblick auf Firmenheterogenität und Anpassungsdynamik). Basierend auf den neu entwickelten Modellen und vorhandenen Mikrodaten sollen empirischen Analysen zu aktuellen handelspolitischen Maßnahmen (z.B. Brexit) und anderen Schocks (z.B. Corona) durchgeführt werden.

Weiterhin sollten die Daten genutzt werden, um die Effekte von ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland mithilfe von Mikrodaten empirisch zu schätzen. Dabei soll insbesondere auf Unterschiede hinsichtlich der Herkunftsländer der Investoren unterschieden werden.

Das Institut für Weltwirtschaft kooperiert im Rahmen dieses Projektes mit der Deutschen Bundesbank, dem Statistischen Bundesamt (Destatis) und dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) an der Universität Tübingen.