Red ant, Ant bridge unity team

Verhaltensökonomische Grundlagen von Kooperation

Kooperation umfasst verschiedene Formen kollektiven Handelns, die von reinen Koordinationsproblemen bis hin zu Interaktionen reichen, bei denen das individuelle Eigeninteresse von den kollektiven Interessen abweicht. Letzteres führt zur sogenannten "Tragödie der Allmende", wenn nicht psychologische Motivationen hervorgerufen oder Institutionen geschaffen werden, die diesen Trend umkehren. Das Ziel dieses Projekts ist es, die psychologischen Grundlagen von Kooperation zu untersuchen und soziale sowie politische Institutionen zu analysieren, die die Kooperation in einem breiten Spektrum von Bereichen verbessern können. Als Analysemethoden verwenden wir sowohl Laborexperimente als auch groß angelegte Umfragen, die kulturübergreifend auch ethnographische Arbeiten in kleinräumigen Gesellschaften der Dritten Welt einschließen. Wir wenden die gewonnen Erkenntnisse auf eine Vielzahl von Bereichen an, die für den sozialen Zusammenhalt und die internationale Zusammenarbeit relevant sind, darunter Kooperationen zur Bekämpfung des Klimawandels, das Vertrauen in Regierungen, die Integration von Einwanderern in europäische Gesellschaften, oder Wahrnehmungen von und Einstellungen zu Einkommensungleichheit. Zusammenfassend befasst sich dieser Forschungsschwerpunkt also mit den folgenden Themen:

  • Welche institutionellen Mechanismen können implementiert werden, um Anreize für Individuen zu schaffen, miteinander zu kooperieren?
  • Was sind die psychologischen Triebkräfte des Vertrauens in andere und des Vertrauens in Regierungen?
  • Wie kann die Diskriminierung von Menschen unterschiedlicher Herkunft reduziert werden?
  • Wo setzen die Menschen die Grenze zwischen fairer und unfairer Ungleichheit und welche internationalen Unterschiede gibt es dabei?