China Shipping container transported in harbor

Kiel Institute China Initiative

China ist seit einem Jahrzehnt der größte Exporteur der Welt. Die aufstrebende Wirtschaftsmacht ist Europas zweitwichtigste Exportdestination nach den Vereinigten Staaten. Dies verdient besondere Aufmerksamkeit, da der chinesische Staat eine viel größere Rolle in den Wirtschaftsaktivitäten, der Entwicklungsplanung und der Wirtschaftsdiplomatie spielt, als dies in Europa der Fall ist. Einerseits haben China und Europa ein gemeinsames Interesse an der Verteidigung der multilateralen, auf Regeln basierenden Weltwirtschaftsordnung, andererseits beklagen europäische Unternehmen unlauteren Wettbewerb und mangelnden Zugang zum chinesischen Markt. Besonderes Augenmerk legen wir auf Chinas globale Entwicklungsstrategie, Belt and Road Initiative, die China durch einen „Gürtel“ von Infrastrukturentwicklungs- und Investitionsprojekten mit mehr als 150 Ländern verbinden soll. Dies stellt die langjährige Dominanz westlicher Finanzgeber in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Frage. Die Zunahme von Direktinvestitionen aus China und deren oft kontrovers diskutierte Nebeneffekte sind Gegenstand intensiver öffentlicher Debatten. Die Intensität der Forschung zu China in der Weltwirtschaft hinkt der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung Chinas jedoch hinterher, obwohl die aufstrebende Wirtschaftsmacht in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen insgesamt und speziell in Deutschland und Europa eine immer größere Rolle spielt.

Die Kiel Institute China Initiative will helfen, diese Lücke zu schließen. Wir bauen ein Netzwerk auf aus Expertinnen und Experten, die sich in der Wissenschaft und Politikberatung innerhalb und außerhalb Europas mit Chinas Volkswirtschaft beschäftigen. Unser Ziel ist es, Forschungsergebnisse auszutauschen, Forschungsinitiativen aufzubauen und gemeinsame Projekte zu entwickeln, um akademische und politische Debatten zu intensivieren. Die Kiel Institute China Initiative vernetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit China in der Weltwirtschaft beschäftigen, und unterstützt sie mit dem Know-how der IfW-Zentren Kommunikation, Event und Grant. Kooperationspartner ist das Chinazentrum der Christian-Albrechts-Universität.

Im Speziellen beschäftigt sich das Exzellenzzentrum mit folgenden Themengebieten:

  • Handelsbeziehungen
  • Auslandsinvestitionen
  • Entwicklungszusammenarbeit und staatliche Kredite
  • Global Governance
  • Umwelt und Klima
  • Wissen, Innovation und Digitalisierung
  • Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft

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