Forschungsbereich

Makroökonomische Politik in unvollkommenen Märkten

Moderne Volkswirtschaften sind von einem ständigen Auf und Ab gekennzeichnet. Auf eine Rezession folgt häufig eine Expansion, wie wir das auch gerade nach der vergangenen Finanzkrise erleben. Rezessionen sind von besonderem Interesse für die Öffentlichkeit und politische Entscheidungsträger, da sie mit sinkendem Einkommen und höherer Arbeitslosigkeit verbunden sind. Auf der anderen Seite kann eine Expansion zu einer Überhitzung der Ökonomie mit inflationärem Druck führen.

Konjunkturschwankungen sind eine Reaktion auf Veränderungen wirtschaftlicher Konjunkturdaten, wie zum Beispiel die Veränderungen des Bruttoinlandsprodukts. Sie können aber auch das Ergebnis mangelnder Nachfrage oder politische Fehlentscheidungen sein und durch finanzielle Verflechtungen, grenzüberschreitende Spillover-Effekte und unvollkommene Märkt verstärkt werden. Dies führt dann zu der Frage, ob und welche fiskal- und / oder geldpolitschen Maßnahmen zur Stabilisierung der Konjunkturschwankungen angewendet werden sollen.

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Forschungsbereichs “Makroökonomische Politik in unvollkommenen Märkten”. Wir versuchen zu verstehen, was Konjunkturschwankungen antreibt, ob diese Schwankungen effizient oder ineffizient sind, wie sich die makroökonomische Stabilisierungspolitik auf die Wirtschaft auswirkt und ob sie genutzt werden sollte, um Schwankungen makroökonomischer Variablen zu verringern. Um diese Frage beantworten zu können, nutzen wir zahlreiche Analysemethoden, beispielsweise allgemeine Gleichgewichtsmodelle Modelle (DSGE) für die Modellierung von Marktunvollkommenheiten oder zur Auswertung empirischer Daten ökonometrische VAR-Modelle sowie Bayesianische Schätzungen.