Projekt

Populismus und wirtschaftliche Umbrüche seit 1870 - eine quantitative Analyse

Projektbeginn 10/2017
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Projektende 09/2020

Populismus ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Das Phänomen ist bislang jedoch nicht hinreichend erforscht, vor allem aus ökonomischer Perspektive. Zudem mangelt es an nachhaltigen Präventionsstrategien. Dieses Projekt quantifiziert die Wahlerfolge und Regierungsbeteiligungen von Populisten seit 1870. Darauf aufbauend werden zwei Fragenkomplexe quantitativ untersucht:

  1. Können wirtschaftliche Umbrüche wie Krisen, Globalisierung und wachsende Ungleichheit das Auf und Ab des Populismus erklären?
  2. Welche Konsequenzen ergeben sich, wenn Populisten an die Macht kommen?

Das Projekt gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil wird eine Datenbank („Zensus des Populismus“) erstellt. Diese bildet die Entwicklung populistischer Parteien und Regierungen in ca. 70 Ländern von 1870 bis in die Gegenwart ab. Darauf aufbauend werden die ökonomischen und politischen Triebkräfte des Populismus mit Länderdaten über die letzten 150 Jahre untersucht. Teil 2 erforscht dann die wirtschaftliche und politische Entwicklung in ca. 100 Episoden, in denen Populisten an der Macht waren und untersucht die Folgen für Wachstum, Finanzmärkte, und politische Stabilität.   

Das Projekt soll Erkenntnisse liefern, um populistischer Programmatik effektiv zu begegnen. Welche Länder sind „immun“ gegen Populismus und warum? Kommt es unter Populisten häufiger zu Finanzkrisen oder sozialen Unruhen? Um die öffentliche Debatte zu bereichern sind Praktiker-Workshops, Konferenzen und eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit geplant.