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Forschungsbereich

Internationale Arbeitsteilung

Durch die Globalisierung arbeiten Volkswirtschaften heute grundlegend anders als früher. Handel, internationale Investitionen und Migration begleitet vom rasanten technologischen Fortschritt haben zu einer zunehmenden internationalen Arbeitsteilung geführt, in der Produktionsstätten weltweit verteilt sind. Im Allgemeinen wir diese Entwicklung als förderlich für Wachstum sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungs- und Schwellenländern angesehen – ins Besondere von vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Politikerinnen und Politikern. Sie sind der Überzeugung, dass internationale Produktion und internationaler Handel zu einer besseren Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen führt, dass sich die weltweite ökonomische Integration, insbesondere über globale Lieferketten, verbessert und dass sich die Möglichkeiten am weltweiten Wirtschaftsgeschehen teilzuhaben für die Bevölkerung in Schwellen- und Entwicklungsländern verbessern. Obwohl die internationale Spezialisierung allgemein als förderlich für wirtschaftlichen Wohlstand angesehen wird, geben selbst Befürworter der Globalisierung zu, dass sie nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer und unbeabsichtigte, nachteilige Nebenwirkungen mit sich bringt. Unser Forschungsziel ist es daher, zentrale Aspekte der internationalen Arbeitsteilung im Zuge der fortschreitenden Globalisierung empirisch zu untersuchen und Lösungen für die Herausforderungen der Globalisierung zu entwickeln. Die Forschung konzentriert sich auf die Determinanten und Auswirkungen von internationalem Handel, ausländischen Direktinvestitionen und internationaler Migration auf globaler und regionaler Ebene. Wissenschaftliche Publikationen des Forschungsbereichs zeigen beispielsweise, dass in den industrialisierten Herkunftsländern, die über Handel und ausländische Direktinvestitionen Offshoring herbeiführen, hoch qualifizierte und nicht-routinemäßige Jobs noch mehr gefördert werden als Jobs mit einem mittleren Qualitätsniveau. In den weniger entwickelten Empfängerländern hingegen, führen die Kapitalzuflüsse über diverse Kanäle zu einer höheren Produktivität auf Unternehmensebene und verhindern dadurch die Abwanderung von ungelernten Arbeitskräften.

Journal Article

Attracting FDI in Middle-skilled Supply Chains

Economics: The Open-Access, Open-Assessment E-Journal
03/2018
Theodore Moran , Holger Görg , Adnan Šerić ...

While popular opinion often pictures FDI flowing in search of lowest-wage, lowest- skilled activities in emerging markets, actual FDI...

Dierk Herzer
Dr. Peter Nunnenkamp
Lucia Pérez-Villar
Prof. Horst Raff, Ph.D.