Projekt

T20 Germany

Projektbeginn 11/2016
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Projektende 11/2017

Für die deutsche G20-Präsidentschaft 2017 hat die Bundesregierung das Institut für Weltwirtschaft und das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) als Co-Chairs von Think 20 („T20“) - dem internationalen Think-Tank-Netzwerk der G20 – mandatiert.

Das IfW wurde unter anderem aufgrund seiner langfristigen Ausrichtung auf transnationale Herausforderungen und seiner langjährigen Erfahrung mit dem Global Economic Symposium (GES) ausgewählt, das unter Einbeziehung verschiedener Interessengruppen forschungsbasierte Lösungen für globale Probleme entwickelte. Durch das T20-Mandat wurde die Arbeit in diesem Bereich des Instituts erweitert, um aus wissenschaftlichen Erkenntnissen politische Empfehlungen abzuleiten. Zudem hat das Institut die Partnerschaften mit einflussreichen Denkfabriken in den G20-Ländern ausgebaut. Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Forschungsbereichen des Instituts leiteten Arbeitsgruppen zu Migration, globaler Ungleichheit und sozialem Zusammenhalt sowie zur digitalen Wirtschaft. Zudem trugen Forscherinnen und Forsher des Instituts auch zu Arbeiten in vielen anderen Politikfeldern bei.

Der neue Task-Force-basierte T20-Prozess, der von IfW und DIE eingerichtet wurde, erwies sich als ein wirksamer Weg zur Entwicklung konkreter politischer Vorschläge für die G20. Folgende Task Forces waren für T20 Germany eingerichtet worden:

  • Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
  • G20 und Afrika
  • Kreislaufwirtschaft
  • Klimapolitik und Finanzen
  • Finanzielle Resilienz
  • Migration
  • Globale Ungleichheit und sozialer Zusammenhalt
  • Internationale Zusammenarbeit in der Besteuerung
  • Widerstandsfähigkeit und integratives Wachstum
  • Die digitale Wirtschaft
  • Kampf gegen den Hunger und nachhaltige Landwirtschaft
  • Handel und Investitionen

Das G20-Informationszentrum an der Universität von Toronto stellte fest, dass 23 der 89 wichtigsten T20-Empfehlungen in der G20-Erklärung der G20-Staats- und Regierungschefs im Juli 2017 ganz oder teilweise übernommen wurden. Von besonderer Bedeutung waren die T20-Vorschläge zur finanziellen Resilienz, zur Agenda 2030 und zur Digitalisierung. "Die Ergebnisse zeigen, was unter einer aufgescchlossenen, kompetenten und global denkenden G20-Präsidentschaft erreicht werden kann, die in einem disziplinierten Beratungsprozess auf die Expertise führender G20-Think-Tanks und anderer Forschungseinrichtungen zurückgreift", sagte Dennis J. Snower, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft und Co-Chair des T20-Prozesses.

Während der deutschen G20-Präsidentschaft nutzte das Institut die Rolle als Koordinator der T20, um die Global Solutions Initiative (GSI) zu gründen. Die GSI bildet einen langfristigen Rahmen für die internationale Politikberatung und spielt eine wichtige Rolle in den politischen Beratungsprojekten des IfW. Es bringt führende Forschungseinrichtungen und Think Tanks, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie zukünftige Führungskräfte zusammen, um forschungsbasierte Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln, die wiederum den globalen Entscheidungsträgern vorgestellt werden. Die GSI arbeitet unabhängig und unterstützt die G20 und andere internationale Foren. Thematisch basiert sie teilweise auf dem T20-Programm unter der jährlich wechselnden G20-Präsidentschaft. Nach der Initiierung der GSI koordiniert das IfW nun deren Forschungsaktivitäten.

Als Argentinien und Japan die G20-Präsidentschaft für die Jahre 2018 und nun 2019 übernahmen, kündigten die T20-Koordinatoren dieser Länder an, dass sie eng mit der Global-Solutions-Initiative zusammenzuarbeiten und die G20 Insights Platform zur Präsentation ihrer Ergebnisse nutzen möchten. Für die Koordination dieser Forschungsaktivitäten ist das Global Challenges Center des Instituts für Weltwirtschaft zuständig.

Weitere Informationen

Global Solutions Summit

G20 Insights