Projekt

Mercator Dialogue on Asylum and Migration (MEDAM)

Der Mercator Dialogue on Asylum and Migration (MEDAM) ist ein Forschungs- und Beratungsprojekt, das Herausforderungen identifiziert und forschungsbasierte Handlungsstrategien  zur Asyl- und Migrationspolitik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten entwickelt. Ausgehend von einer ökonomischen Perspektive betrachtet MEDAM die umfassenden Zusammenhänge und sucht nach besseren Lösungsansätzen für alle Beteiligten.

Ein ganzheitlicher Ansatz

Die Einwanderung von außerhalb der EU ist zu einem der größten Bedenken europäischer Bürgerinnen und Bürger geworden und Gegenstand einer anhaltenden politischen Debatte, die sich über die nationalen und europäischen Ebenen erstreckt. Das umfassende Verständnis  der oft komplizierten Verflechtungen und Interdependenzen ist entscheidend, um Handlungsstrategien für eine umsetzbare und nachhaltige Asyl- und Einwanderungspolitik zu entwickeln.

Die Forschungsallianz

Im Kern von MEDAM arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, am Migration Policy Centre (MPC) des European University Institute (EUI) in Florenz und am Centre for European Policy Studies (CEPS), einem Think Tank in Brüssel.

Durch MEDAM entwickeln die Forscher Lösungen für die Asyl- und Einwanderungspolitik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten, die

  • es der EU ermöglichen, ihren humanitären Verpflichtungen gegenüber den Flüchtlingen gerecht zu werden;
  • die Mobilität innerhalb der EU und die Einwanderung aus Drittländern für Wachstum und Entwicklung in Herkunfts- und Zielländern nutzt;
  • die Rolle der Arbeitsmigration zur Förderung der Integration mit den EU Beitritts- und Nachbarländern erkennt;
  • sich mit den Migrationsfolgen des Bevölkerungswachstums und des demografischen Wandels in Afrika und Entwicklungsländern außerhalb Afrikas befasst;
  • die Integration von Immigranten und ihren Nachkommen in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft, und dadurch ihren Beitrag zum europäischen Wirtschaftswachstum, fördert.

Dabei konzentriert sich die Forschung des Projekts auf vorwiegend ökonomische Fragen in drei großen Themenbereichen:

  • EU Asyl- und Migrationspolitik;
  • die wirtschaftliche und soziale Integration von Zuwanderern und ihren Beitrag zum Wohlstand der EU;
  • die Auswirkungen von Migration auf die Herkunfts- und Erstasylländer.

Forschung und Dialog

MEDAM setzt an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik an. Sowohl fundierte Forschung als auch der regelmäßige Dialog mit Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene sind zentrale Elemente des Projekts.

Verantwortliche aus Politik und Ministerien, Migrantengemeinschaften, und anderen Interessengruppen beteiligen sich durch gezielte Workshops in verschiedenen europäischen Hauptstädten sowie durch eine Reihe von Closed-Door-Meetings in Brüssel. Erkenntnisse und forschungsbasierte Politikempfehlungen werden zudem durch die Hauptpublikation, den jährlichen MEDAM Assessment Report, sowie Policy Briefs , Forschungsarbeiten und Medienbeiträge verbreitet, und über verschiedene Veranstaltungsformate wie dem Global Solutions und dem CEPS Ideas Lab in die politische Diskussion eingebracht.

MEDAM-Forscher beteiligen sich zudem an der Think20-Task Force Migration. Die Think20 (T20) ist eine Gruppe von Think Tanks aus den G20-Ländern, die während der deutschen G20-Präsidentschaft 2017 von der Bundesregierung betraut war, Empfehlungen für die G20 zu erarbeiten, und nun unter der argentinischen G20-Präsidentschaft ihre Arbeit fortführt.

Der Mercator Dialogue on Asylum and Migration (MEDAM) wird von der Stiftung Mercator gefördert.

Alle Neuigkeiten zu Forschungsergebnissen, Publikationen oder Veranstaltungen sind auf der Homepage des Projekts unter www.medam-migration.eu zu finden.