Promotion und Postdocs

Eine Promotion am Institut für Weltwirtschaft eröffnet eine Vielzahl von Karrieremöglichkeiten - von der klassischen wissenschaftlichen Karriere über das Vorankommen in außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Think Tanks, internationalen Organisationen oder Ministerien bis hin zu Berufen in der Privatwirtschaft.

Die Doktorandinnen und Doktoranden sind am Institut in die jeweiligen Projekte ihrer Forschungsgebiete eingebunden und unterstützen oft zusätzlich Projekte eines oder mehrerer Zentren. Dies können projektbezogene Forschung, Beiträge zu den Think-Tank-Aktivitäten, zur Ausbildung oder zur Publikationstätigkeit des Kieler Instituts sein oder die Akquisition von Drittmittelprojekten. Die Dissertationsthemen werden in das Forschungsprogramm des Instituts integriert, um einen zeitnahen Abschluss der Dissertation zu gewährleisten. Zusätzliche Aufgaben werden entsprechend den Karrierezielen vergeben und unterstützen relevante Kompetenzen, zum Beispiel für politische oder beratende Berufe.

Die Doktorandinnen und Doktoranden erhalten in aller Regel einen 75-Prozent-Arbeitsvertrag. In Ausnahmefällen, beispielsweise bei drittmittelfinanzierten Projekten mit einem engen Zeitplan, haben sie auch einen Vollzeitvertrag. Die Laufzeit der Verträge beträgt üblicherweise drei Jahre, wobei mindestens zwei weitere Verlängerungen um jeweils ein Jahr möglich sind. In der Regel ist es das Ziel, die Dissertation innerhalb von etwa vier Jahren abzuschließen.

Die meisten Doktorandinnen und Doktoranden nehmen am Promotionsstudium „Quantitative Economics“ an der Universität Kiel teil, während einige ihre Dissertationsprojekte an anderen Universitäten oder anderen Fakultäten der Universität Kiel, wie zum Beispiel der Agrarwissenschaftlichen Fakultät, durchführen. Der Fokus des Programms „Quantitative Economics“ auf quantitative Methoden passt gut zum empirischen Forschungsschwerpunkt des Instituts. Um Konflikte zwischen der Projektarbeit am Kieler Institut und dem Promotionsprogramm zu vermeiden, wurde vereinbart, dass die Kurse, die normalerweise innerhalb eines Jahres absolviert werden müssen, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IfW über einen längeren Zeitraum hinweg durchgeführt werden können.

Bei Fragen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wenden Sie sich bitte an
Two young women embrace to celebrate their graduation.

Karriereentwicklung nach dem Doktortitel

Das Kieler Institut bietet auch Karrieremöglichkeiten für Postdocs. Sie erhalten in der Regel zwei- oder dreijährige Verträge mit einer oder zwei Verlängerungen. Das Institut stellt sicher, dass es Raum für eigene Forschungsinteressen gibt und unterstützt externe Aufenthalte unterschiedlicher Dauer an Universitäten sowie Forschungs- und Politikinstitutionen, die auch fortgeschrittenen Doktorandinnen und Doktoranden offen stehen. Eine begrenzte Anzahl von Juniorprofessuren steht zur Verfügung.

Viele Postdocs verlassen das Institut und nehmen Positionen an Universitäten, Ministerien, internationalen Organisationen und privaten Unternehmen an. In jüngster Zeit haben Postdocs beispielsweise Professuren in Deutschland, Großbritannien und den USA übernommen oder sind der Europäischen Zentralbank, der Schweizerischen Nationalbank, der OECD, der FAO und deutschen Bundesministerien beigetreten. Postdocs haben auch die Möglichkeit, sich am Institut für eine Festanstellung zu bewerben. Dabei handelt es sich um ein wettbewerbsorientiertes Verfahren, bei dem die Kandidaten nach Leistungskriterien wie z.B. Studienleistungen, Drittmitteleinwerbung, Beiträge zu Think-Tank-Aktivitäten und einer mittelfristigen Forschungsstrategie ausgewählt werden.

Alle Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler haben Zugang zu zahlreichen zusätzlichen Ausbildungsprogrammen:

Das Advanced Studies Program, das Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit bietet, Kurse von international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu besuchen und eigene Forschungsfragen mit ihnen zu diskutieren.

Die Summer School on Economic Policy (KISSEP) des IfW, die sich mit Themen befasst, die eng mit den Aktivitäten der Forschungsbereiche verbunden sind.

Mehrere Seminarreihen, die den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem neuesten Stand der Forschung halten und ihm eine Plattform zur Präsentation seiner eigenen Forschungsarbeiten bieten.

Darüber hinaus nutzen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Möglichkeit, sich durch den Besuch weiterer Kurse und Summer Schools außerhalb von Kiel oder durch externe Kurse zu quantitativen Methoden vertieftes Wissen anzueignen.