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23.05.2012
 
 
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Zentrum Wirtschaftspolitik

 

Finanzen der Sozialversicherung: Günstige Perspektiven – Was ist zu tun?

Versicherungskarte © Christa Eder - Fotolia.com

Die Finanzlage der Sozialversicherung hat sich infolge der Anhebung der Beitragssätze in der Arbeitslosenversicherung und in der gesetzlichen Rentenversicherung zu Beginn des Jahres 2011 und infolge des kräftigen Aufschwungs deutlich verbessert. Der Kieler Ökonom Alfred Boss stellt in seinem neuen Kiel Policy Brief 47 fest, dass in den Jahren 2012 und 2013 die Beitragsbelastung deutlich gesenkt werden kann und gesenkt werden sollte. Die Beitragssätze in der Rentenversicherung, der Krankenversicherung und der Arbeitslosenversicherung sollten Anfang April 2013 um insgesamt einen Prozentpunkt reduziert werden. mehr...


Entwarnung für Spanien

Spanien Euro

Das neue IfW-Schuldenbarometer zeigt, dass die derzeitige Aufregung um die spanischen Staatsfinanzen weit überzogen ist. Trotz des jüngsten Zinsanstiegs für zehnjährige Staatsanleihen auf über sechs Prozent ist die Tragfähigkeit der spanischen Staatsschulden nach wie vor gewährleistet. Aus den Berechnungen der IfW-Ökonomen David Bencek und Henning Klodt geht hervor, dass es für Spanien erst bei einem Zinsanstieg auf zehn oder mehr Prozent wirklich kritisch werden könnte. Ausschlaggebend dafür ist vor allem das vergleichsweise niedrige Niveau der Staatsschulden. Die Schuldenquote liegt in Spanien weit unter den entsprechenden Quoten von Griechenland und Portugal und sogar unter der von Deutschland. mehr...


Lehren aus Italiens Schuldenberg

Italien-Euro

Italiens hohe Staatsverschuldung ist im Zuge der europäischen Schuldenkrise in den Fokus des öffentlichen Interesses geraten. In ihrem neuen Kiel Policy Brief 45 zeigen die Kieler Forscher Jens Boysen-Hogrefe und Klaus-Jürgen Gern, dass vor allem die wirtschaftspolitischen Fehler der 60er bis 80er Jahre zum Entstehen des italienischen Schuldenbergs geführt haben und weniger die Finanzpolitik in den Jahren nach der Euro-Einführung. Denn die unsolide Wirtschaftspolitik früherer Jahre hatte hohe Primärdefizite im italienischen Staatshaushalt und damit auch einen Verlust an Vertrauen in die Geldwertstabilität zu verantworten. Das daraus resultierende Ringen der italienischen Zentralbank um Glaubwürdigkeit in den 80er und 90er Jahren hatte hohe Realzinsen zur Folge, die maßgeblich zur italienischen Schuldendynamik beitrugen. Mit dem italienischen Beispiel verdeutlichen die Autoren, dass Inflation langfristig kein Ausweg aus einer Staatsschuldenkrise sein kann, sondern vielmehr eine Hypothek für die Zukunft generiert. mehr...


Portugal ein zweites Griechenland?

Portugese Flag and Euros

Der Blick auf die aktuelle Entwicklung in Portugal verheißt nichts Gutes: Hohe Zinssätze für Staatsanleihen, eine Staatsschuldenquote jenseits der 100 Prozent, eine andauernde Schrumpfung des Sozialprodukts und eine zweistellige Arbeitslosenquote signalisieren eine tiefe Wirtschaftskrise. Parallelen zum griechischen Niedergang drängen sich geradezu auf. Es verwundert nicht, dass Portugal fast schon als ein zweites Griechenland angesehen wird. Die Kieler Ökonomen Klaus Schrader und Claus-Friedrich Laaser gehen in ihrem neuen Kiel Policy Brief 42 der Frage nach, ob Portugal wirklich als ein zweites Griechenland anzusehen ist. In ihrer Analyse ziehen sie einen Vergleich zwischen den realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Portugal und Griechenland und führen aus, mit welchen Reformen Portugal seine Krise in den Griff bekommen kann (für eine deutschsprachige Zusammenfassung siehe IfW Fokus 113). mehr...


Griechenlands Schulden immer noch nicht tragbar?

Parthenon

Die verbleibende Schuldenlast Griechenlands nach dem Schuldenschnitt ist größer als erwartet, die erforderliche Haushaltssanierung dürfte den bisherigen Rahmen sprengen und die optimistischen Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung Griechenlands scheinen mit immer größeren Unsicherheiten behaftet zu sein, schreiben David Bencek und Klaus Schrader in der neuen Ausgabe des IfW-Fokus. mehr...


Domino in Südeuropa? Griechenland, Portugal und Spanien im realwirtschaftlichen Krisentest

Zu Beginn des neuen Jahres ist die Staatsschuldenkrise in der EU immer noch ungelöst, vor allem südeuropäische Länder sind nach wie vor Gegenstand von Krisenspekulationen. Eine Staatspleite Griechenlands wird nicht länger ausgeschlossen, Länder wie Portugal oder Spanien werden als Krisenkandidaten genannt, die wie Dominosteine als nächste umfallen könnten. Dieser Dominotheorie widersprechen die beiden IfW-Ökonomen Klaus Schrader und Claus-Friedrich Laaser in ihrem aktuellen Kieler Diskussionsbeitrag, in dem sie die drei Länder einem realwirtschaftlichen Krisentest unterziehen. Ihr Ländervergleich zeigt, dass aus realwirtschaftlicher Sicht wenig für eine Dominotheorie spricht. Denn die Krisenmuster und –historien sind zu unterschiedlich, wie auch das Problemlösungspotenzial der Länder. mehr...


Inflationsimport aus dem Reich der Mitte

Die Zeit importierter Preisstabilität könnte in den fortgeschritten Volkswirtschaften vor dem Hintergrund kräftig steigender Preise in China in näherer Zukunft zu einem Ende kommen. Die Kieler Ökonomen Klaus-Jürgen Gern, Björn van Roye and Joachim Scheide argumentieren in ihrem Kiel Policy Brief 36, dass höhere Inflationsraten in China zu einem Zielkonflikt der Zentralbanken in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften führen. Den Zentralbanken wird es schwerer fallen, die Preisstabilität zu sichern und gleichzeitig der konjunkturellen Abschwächung entgegenzusteuern. mehr...


Staatsverschuldung und Ordnungspolitik

Die Notwendigkeit für die Finanzpolitik, auf einen tragfähigen Pfad zurückzufinden, ist heute deutlicher denn je. Die Realisierung dieses Ziels rückt aber in immer weitere Ferne, je größere Kreise die Eurokrise zieht und je größere Haftungs- und Garantiesummen bereitgestellt werden müssen. Thema im Rahmen einer Politikwerkstatt für das Bundesministerium der Finanzen in Berlin war die Beurteilung der Staatsverschuldung aus einer längerfristigen, ordnungspolitisch geprägten Perspektive heraus. Insgesamt sollte der Workshop dazu beitragen, die aktuellen Diskussionen um die Finanzpolitiken der Euroländer aus einer längerfristigen, über die Hektik der aktuellen Krisenbewältigung hinausreichenden Perspektive zu beleuchten. Politikrelevante Einsichten ergaben sich insbesondere dazu, wie dem Entstehen künftiger Staatsschuldenkrisen im Ansatz entgegengewirkt und der Umgang mit solchen Krisen effizienter und effektiver gestaltet werden kann. mehr...