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Pressemitteilung des IfW vom 21. Juli 2009

ifw_logo.jpgInstitut für Weltwirtschaft
an der Universität Kiel
Ministerium für Wissenschaft,
Wirtschaft und Verkehr
des Landes Schleswig-Holstein
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Hauptsponsoren des GES:            fielmann ag                 wintershall

 GES News Nr. 1, 21. Juli 2009

 

Energiekrise und Klimawandel – Durch den Zwischenfall im Atomkraftwerk Krümmel erhält die laufende Debatte neue Facetten

Die Weltbevölkerung der Zukunft wird von Jahr zu Jahr immer mehr Energie verbrauchen – eine seit langem bekannte Tatsache. Dieser Nachfrageanstieg wird aus einem Angebot befriedigt werden müssen, das zunehmend auf „klimafreundliche“ Energien zurückgreift, um den Klimawandel nicht noch rascher voranzutreiben. Lange Zeit wurden Atomkraftwerke als vergleichsweise saubere und billige Energiequelle angesehen, um die Zeit zu überbrücken, die benötigt wird, das Angebot an erneuerbaren Energien auszudehnen, und ein ökonomisches Ungleichgewicht zu vermeiden. In Anbetracht des kürzlich aufgetretenen Störfalles im Atomkraftwerk Krümmel wird dieses allerdings von vielen Verantwortlichen in Frage gestellt. Welche Lösungen bieten sich in dieser Situation an? Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft werden im Rahmen des Arbeitskreises „Energiekrise und Klimawandel“ auf dem zweiten Global Economic Symposiums (GES) vom 9. bis 11. September in der Fielmann Akademie Schloss Plön Lösungsvorschläge vorstellen, wie Energie­krise und Klimawandel gleichermaßen bekämpft werden können.

Dem langfristigen Anstieg der globalen Nachfrage liegt vor allem der wirtschaftliche Aufschwung in wichtigen Schwellenländern wie zum Beispiel China und Indien zugrunde, die angesichts ihrer hohen Anteile an der Weltbevölkerung sowie der Übernahme westlicher Konsumgewohnheiten deutlich mehr Energie verbrauchen werden als bisher. So sind allein diese beiden Länder für die Hälfte des Nachfrageanstiegs bis 2030 verantwortlich, welcher sich laut Projektionen der Internationalen Energieagentur IEA auf bis zu 45 Prozent belaufen wird.

Ausgangspunkt der Debatte im GES-Arbeitskreis „Energiekrise und Klimawandel“ wird die Erkenntnis sein, dass es eines verknüpften globalen Portfolios verschiedener Energiequellen als Lösungsansatz bedarf. Dieses sollte regionale Unterschiede berücksichtigen und den weltweiten Energiebedarf so effizient und CO2-arm wie möglich decken. Neben erneuerbaren Energien (insbesondere Wind- und Wasserkraftenergie) bilden weiterhin nichterneuerbare Energien sowie eine effiziente Energieinfrastruktur wichtige Bestandteile diese Portfolios. Nach dem bisherigen Stand des Wissens müssten allerdings auch die nuklearen Kapazitäten bis 2030 verdoppelt werden, um der steigenden Nachfrage entgegenzukommen. Die Klimafreundlichkeit und der ökonomische Nutzen nuklearer Anlagen werden auf Grund des Störfalles im Atomkraftwerk Krümmel nun wiederum verstärkt angezweifelt – erste Stimmen aus Politik und Umweltschutz fordern bereits eine Verschärfung des Atomausstiegs­gesetzes sowie das vorzeitige Abschalten atomarer Anlagen. Insofern bekommt die Thematik des GES-Arbeitskreises hohe politische Aktualität. Der Arbeitskreis wird die Diskussionen aufgreifen und Lösungsansätze vorstellen, die den Herausforderungen von Energiekrise und Klimawandel gleichermaßen gerecht werden. Die zentrale Frage des GES „What is to be done?“ bezieht sich im Arbeitskreis „Energiekrise und Klimawandel“ darauf, wie erneuerbare Energien an Attraktivität für Investoren gewinnen, welche Energiequellen in welchen Regionen in Zukunft dominieren werden und ob Eingriffe durch eine nationale oder internationale Institution geregelt werden sollten.

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Das zweite Global Economic Symposium, das gemeinsam vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) und dem schleswig-holsteinischen Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr mit Unterstützung der Hauptsponsoren Fielmann AG und Wintershall Holding AG veranstaltet wird, findet vom 9. bis 11. September in der Fielmann Akademie Schloss Plön statt. Insgesamt werden auf dem GES in über 20 Arbeitskreisen Lösungsvorschläge für drängende globale Probleme erarbeitet werden. Das Besondere am GES ist, dass die Beratungen ausdrücklich lösungsorientiert erfolgen: Die Teilnehmer überarbeiten in Teams bestehende Politik- und Unternehmensstrategien und entwerfen Antworten auf globale Herausforderungen. Bei ihrer Arbeit werden die Arbeitskreise des GES durch neueste Forschungsergebnisse unterstützt, die den Teilnehmern über virtuelle Bibliotheken und andere virtuelle Plattformen zugänglich gemacht werden. Die Diskussionen in den verschiedenen Arbeitskreisen können dank dieser Plattformen bereits vor dem eigentlichen Symposium intensiv geführt werden. Mit den GES-News werden Sie unter anderem vorab über interessante Diskussionsbeiträge in verschiedenen Arbeitskreisen informiert.

Weitere Informationen über das GES finden Sie unter:
Vorläufiges Programm GES 2009
www.global-economic-symposium.org

Für Fragen zum GES wenden Sie sich bitte an die Medienagentur des IfW:
   ludwig+partner GmbH
   Johnsallee 62
   20148 Hamburg
   Tel.: +49 (40) 45 01 41-0
   Fax: +49 (40) 44 64 63
   E-Mail:

Die Agentur ludwig+partner ist auch zuständig für die Akkreditierung von Medienvertretern zum GES. Einen Akkreditierungsbogen finden Sie hier.

 

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