Gemeinsame Medieninformation vom 7. Februar 2008
| Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein |
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Auf der Suche nach globalen Lösungen:
IfW und Kieler Wirtschaftsministerium initiieren erstes Global Economic Symposium auf Schloss Plön
Vom 3. bis zum 5. September wird auf Schloss Plön nach Lösungen für drängende weltwirtschaftliche Probleme gesucht. In einem ersten „Global Economic Symposium“ (GES) treffen rund 300 hochrangige Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um gemeinsame Antworten auf weltwirtschaftliche Fragen zu erarbeiten. Zahlreiche kreative Köpfe der Weltwirtschaft wie etwa der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften George Akerlof, Altbundeskanzler Helmut Schmidt, der EU-Kommissar für Wirtschaft Joaquin Almunia oder der Chef-Volkswirt von Goldman Sachs Jan Hatzius haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, in dieser einmaligen Werkstatt der Weltwirtschaft mitzuarbeiten. Ziel ist es, gemeinsame Zukunftsvisionen zu entwerfen und innovative Politik- und Unternehmensstrategien zu skizzieren. Veranstalter sind das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) und das schleswig-holsteinische Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr in Zusammenarbeit mit der Wintershall Holding AG.
Wie Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Dietrich Austermann sagte, gibt es derzeit weltweit eine Fülle von Foren zu aktuellen Fragestellungen. „Wir aber wollen ein Zentrum für Debatten schaffen, das sich der Entwicklung konkreter Antworten auf die dringenden Fragen unseres Jahrzehnts widmet“, so Austermann. Die Bürger würden derzeit mit viel Skepsis auf politische und wirtschaftliche Entwicklungen blicken. Durch das Global Economic Symposium solle diesen Menschen deutlich gemacht werden, dass ihre Fragestellungen an die Zukunft sowohl in der Wissenschaft und Politik als auch in der Wirtschaft ankommen und zu Lösungen geführt werden. Dies werde auch an den Kernthemen des Symposiums deutlich, die sich aus den zentralen Herausforderungen der Zukunft ableiten. Austermann: „Schleswig-Holstein erklärt damit seine Bereitschaft zu einer nationalen Führungsrolle bei der Debatte um die großen Zukunftsthemen und unterstreicht seine Position als Wissenschaftsland“.
IfW-Präsident Professor Dennis Snower betonte: „In einer Welt, in der Nationalstaaten immer weniger in der Lage sind, sich allein den globalen Herausforderungen zu stellen, können gemeinsame Zukunftsvisionen zu einem besseren gegenseitigen Verständnis beitragen und so globale Problemlösungen anstoßen. Das GES geht hierbei völlig neue Wege, denn es ist im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen dieser Art gleichzeitig lösungsorientiert, forschungsbasiert und interaktiv“. So sei die zentrale Frage des GES: „Was ist zu tun?“. Die Teilnehmer überarbeiten und formulieren Politik- und Unternehmensstrategien, die Antworten auf die Herausforderungen der Globalisierung bieten. Dabei werden die Arbeitskreise des GES durch neueste Forschungsergebnisse unterstützt, die den Teilnehmern über virtuelle Bibliotheken und andere virtuelle Plattformen zugänglich gemacht werden. "Das GES ermöglicht nicht nur einen kreativen Gedankenaustausch während des Symposiums. Über das Virtuelle GES als Internetplattform arbeitet das GES-Netzwerk weit über die eigentliche Veranstaltung hinaus an innovativen Lösungen globaler Probleme", so Dennis Snower.
Das jährlich stattfindende Global Economic Symposium wird sich mit einem breiten Spektrum globaler Themen beschäftigen. In jedem Jahr werden zwei „Zentrale Herausforderungen“ definiert. Sie werden durch „Kernthemen“ ergänzt, die sowohl akute als auch chronische Probleme der Weltwirtschaft aufgreifen. Die Themen wechseln jährlich.
Zentrale Herausforderungen 2008:
- Antworten auf die Fragen des Klimawandels
- Der Umbau des Wohlfahrtsstaats
Kernthemen 2008:
- Wie verbreitet sich Wissen in der Weltwirtschaft?
- Wie schaffen wir politische und wirtschaftliche Sicherheit?
- Wie bekämpfen wir wirtschaftliche und soziale Ungleichheit in der Welt?
- Wie fördern wir den sozialen Zusammenhalt?
- Wie können wir die weltweite Gesundheitsfürsorge verbessern?
Veranstaltungsdaten:
Das Global Economic Symposium findet jährlich statt.
Veranstaltungsdatum 2008: 3. bis 5. September
Ort: Plöner Schloss, Schleswig-Holstein
Teilnehmer: Eine ausgewählte Gruppe von etwa 300 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.
Ansprechpartner:
Dr. Jürgen Stehn
Leiter Public Relations Zentrum
Institut für Weltwirtschaft
Tel. (0431) 8814-331
Harald Haase
Pressesprecher
Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
Tel: (0431) 988-4420
pressestelle@wimi.landsh.de