Pressemitteilung des IfW vom 12.12.2006
IfW-Konjunkturprognose:
Konjunkturelle Expansion in den Industrieländern flacht sich ab
Der Aufschwung in den Industrieländern hat im Verlauf des Jahres 2006 hat Fahrt verloren. Dabei zeigten sich zwischen den großen Wirtschaftsräumen unterschiedliche Tendenzen. Während sich die Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten in den USA und in Japan verringerte, festigte sich der Aufschwung in Europa zusehends. Im Jahr 2007 wird die US-Konjunktur weiter zur Schwäche neigen, erst 2008 wird sie sich allmählich wieder beleben. Die Wirtschaft im Euroraum bleibt hingegen im Prognosezeitraum trotz erheblicher dämpfender Einflüsse von der Finanzpolitik im Aufschwung, auch wenn das reale BIP mit etwas mehr als 2 Prozent nur wenig schneller steigen wird als das Produktionspotential. Unsere Prognose für das reale BIP der Jahre 2006 und 2007 in den Industrieländern insgesamt (2,9 bzw. 2,4 Prozent) hat sich seit dem vergangenen September leicht verringert. Für 2008 erwarten wir einen Produktionsanstieg von ebenfalls 2,5 Prozent. Unter der Annahme eines konstanten Ölpreises wird sich die Inflation in den kommenden beiden Jahren allmählich abschwächen.
Fachlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Joachim Scheide
Tel (0431) 8814-264