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18.05.2013
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Pressemitteilung des IfW vom 4.12.2006


 

Steuervergünstigungen in Deutschland gehen zurück

Angesichts des hohen Budgetdefizits des Staates wird seit vielen Jahren über den Abbau von Subventionen, also von Steuervergünstigungen und Finanzhilfen, als wirksames Gegenmittel diskutiert. Beim Abbau von Steuervergünstigungen werden – ausgehend von den bisher beschlossenen steuerrechtlichen Maßnahmen – in den nächsten Jahren erste Erfolge zu verzeichnen sein. Nach den Berechnungen des IfW-Forschers Alfred Boss werden die Steuervergünstigungen in der weiten Abgrenzung des IfW-Subventionsberichts von 38,7 Mrd. Euro im Jahre 2006 auf 35,5 Mrd. Euro im Jahre 2010 sinken.

Tabelle 3: Steuervergünstigungen in weiter Abgrenzung 2003–2010 (Mrd. Euro)

    2003     2004     2005     2006     2007     2008     2009     2010  
Sektorspezifische Steuervergünstigungen 30,8 31,6 31,8 30,9 29,4 28,3 27,3 24,9
Branchenübergreifende Steuervergünstigungen  6,5  7,2  7,2  6,4  6,5  6,4  6,4  6,4
Zusammen 37,3 38,8 38,9 37,3 35,9 34,7 33,7 31,3
Sonstige Steuervergünstigungen  4,9  4,5  4,3  4,4  4,3  4,3  4,3  4,3
Zusammen 42,1 43,3 43,2 41,7 40,2 39,0 38,0 35,6
Zusätzliche Steuervergünstigungen gemäß der Zusatzliste in der Studie Koch/Steinbrück  9,5  8,6  7,5  7,5  6,0  4,7  4,7  4,6
Insgesamt 51,6 51,9 50,7 49,2 46,2 43,7 42,7 40,3
dito, in Relation zum Bruttoinlandsprodukt  2,4  2,4  2,3  2,1  1,9  1,8  1,7  1,6
                 
Investitionszulagen  1,9  1,8  1,9  1,2  0,7  0,6  0,6  0,6
Förderung des Wohnungsbaus oder
-kaufs nach § 10e EStG oder durch die Eigenheimzulage
11,0 11,0 10,3  9,2  7,5  6,3  5,2  4,2
Insgesamt, ohne Investitionszulage und ohne Förderung des Wohnungsbaus oder -kaufs 38,6 39,1 38,6 38,7 38,0 36,9 36,9 35,5
dito, in Relation zum Bruttoinlandsprodukt  1,8  1,8  1,7  1,7  1,6  1,5  1,5  1,4

Quelle: Tabellen 1 und 2; eigene Berechnungen.

Fachlicher Ansprechpartner:

Dr. Alfred Boss
Tel. +49 (431) 8814-231