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Pressemitteilung des IfW vom 11.10.2006


 

August-Lösch-Preis 2006 an internationale Top-Ökonomen

Im Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel wird am 14. Oktober 2006 der diesjährige August-Lösch-Preis an die beiden international renommierten Ökonomen Gilles Duranton (University of Toronto) und Henry Overman (London School of Economics) verliehen.

Duranton und Overman setzen sich in ihrer preisgekrönten Arbeit kritisch mit der staatlichen Förderung sogenannter Cluster, der räumlichen Konzentration bestimmter Wirtschaftszweige, auseinander. Als Paradebeispiel für ein Cluster ist die Konzen­tration der amerikanischen Chip-Industrie im Silicon Valley zu nennen. Die beiden Forscher dämpfen den Optimismus vieler Wirtschaftspolitiker, die in der Clusterpolitik das Patentrezept zur Stimulierung wirtschaftlichen Wachstums sehen. Sie zeigen neue Wege für eine realistischere Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Cluster auf.

Der August-Lösch-Preis wird von der August-Lösch-Gesellschaft und der Stadt Heidenheim, in Kooperation mit dem Institut für Weltwirtschaft und dem Institut für Regionalforschung der Universität Kiel, vergeben. August Lösch, der am 15. Oktober 100 Jahre alt geworden wäre, forschte bis zu seinem Tode im Jahr 1945 am Institut für Weltwirtschaft über die räumliche Ordnung der Wirtschaft und eine neue Theorie des internationalen Handels. Seine bahnbrechenden Arbeiten beeinflussen auch heute noch die regionalökonomische Forschung. Den Festvortrag über die Ent­wicklung der Raumwirtschaftslehre wird mit Masahia Fujita von der Universität Kyoto ein führender Vertreter der modernen Regionalökonomik halten.

Veranstaltungsort: 14. Oktober 2006, 11.00 Uhr, Großer Lesesaal der Bibliothek des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, Düsternbrooker Weg 120

Weitere Veranstaltungsinformationen unter: August-Lösch-Preis_2006

Fachlicher Ansprechpartner:

Prof. Dr. Rüdiger Soltwedel
Tel. +49 (431) 8814-339
ruediger.soltwedel@ifw-kiel.de