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Pressemitteilung des IfW vom 15.9.2006


 

Presseeinladung zur ersten ESF-IfW-Konferenz zur globalen Gesundheitsökonomie:

Neue Technologien und medizinische Entscheidungen – Normative Modelle und empirische Praxis

mit Fortbildungs-Workshops für junge Wissenschaftler, Praktiker und Politiker des Gesundheitswesens sowie Regulierer und Entwickler medizinischer Technologien und Experten aus der Industrie.

Konferenz-Chairs: Professor Uwe Siebert (UMIT, Hall, Österreich & Harvard Medical School, Boston, USA) und Professor Peter Zweifel (Universität Zürich, Schweiz)

Anläßlich der ersten ESF-IfW Konferenz zur globalen Gesundheitsökonomie lädt das Institut für Weltwirtschaft die deutsche und internationale Presse zu zwei aktuellen Veranstaltungen im Bereich Globale Gesundheitsökonomie ein:

Zu einer international besetzten Podiumsdiskussion unter dem Motto

"New Technology and Medical Decision Making:
Ethics, Incentives, Regulation, and the Role of Health Policy"

am Sonntag, den 8. Oktober 2006, in der Zeit von 15.30 Uhr bis 17.15 Uhr im Landeskulturzentrum Schloss Salzau bei Kiel;

Zu Fortbildungs-Workshops mit fünf thematisch verwandten Modulen: Health Care Practice, Valuation Methods, Information Technology, Decision Theory und Genomics-based Medicine, die wir am Mittwoch, den 4. Oktober 2006, ebenfalls auf Schloss Salzau anbieten. Ausführliche Informationen und ein Anmeldeformular hierzu finden Sie auf der Webseite der Konferenz.

Zusätzlich laden wir Sie ein, sich über die Webseite der European Science Foundation zur Hauptkonferenz „New Technology and Medical Decision Making: Normative Models and Empirical Practice“ vom 4. bis 9. Oktober 2006 auf Schloss Salzau bei Kiel anzumelden und die Gelegenheit zu Interviews mit weltweit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der Schnittstelle von Ökonomie und Medizin zu nutzen. Das vollständige Konferenz-Programm steht auf der Webseite der European Science Foundation zum Download bereit. 

Ziel unserer internationalen Konferenz mit dem Titel „New Technology and Medical Decision Making: Normative Models and Empirical Practice“, die von der Fritz-Thyssen-Stiftung für Wissenschaftsförderung und der Gesundheitsinitiative der Lan­desregierung Schleswig-Holstein finanziell unterstützt wird, ist es, Wissen­schaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und Praktiker des Gesundheitswesens zusammen­zubringen, die Wesentliches zur Verbesserung der Qualität medizinischer Ent­scheidungen beitragen können. Auf diese Weise sollen neue interdisziplinäre For­schungsnetze entstehen und der Anstoß zu konkreten Forschungskooperationen für die kommenden Jahre gegeben werden.

Große Fortschritte im medizinischen Wissen und in der medizinischen Technologie, die schon im 20. Jahrhundert für den Großteil der weltweiten Wohlfahrtsgewinne verantwortlich waren, stellen die Praxis medizinischer Entscheidungen immer wieder vor neue methodische und organisatorische Herausforderungen. Deren Bewältigung ist oft unbefriedigend und bleibt vor allem auf dem europäischen Kontinent weit hinter dem zurück, was führende Wissenschaftler an der Schnittstelle von Medizin und Ökonomie hierzu bereits wissen. Aus ökonomischer Sicht ist die Weiterentwicklung medizinischer Entscheidungsregeln zur Bewältigung des technologischen Wandels eine Investitionsaufgabe – sowohl in der Behandlung einzelner Patienten, als auch im Management medizinischer Technologie auf der Systemebene.

Die Tagesordnung der Konferenz umfasst fünf aufeinander folgende Themenkreise:

  • Trends in Medical Technology – Focusing Devices, Technological Trajectories, and Forecasting;
  • The Science of Medical Decision Making – Producing and Using Information for Efficient Risk Management;
  • Medical Infrastructure, Insurance, and the Diffusion of Innovation;
  • Methods for Estimating the Causal Effect of Medical Interventions from Observational Data; und
  • Priority Setting, Health Technology Assessment, and Research Investments.

Mit der Podiumsdiskussion wollen wir dazu beitragen, den Blickwinkel der öffent­li­chen Diskussion zur Gesundheitspolitik zu erweitern und den Transfer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die öffentliche Diskussion zu unterstützen. Wir glauben, dass die öffentliche Diskussion in Deutschland zu stark von einem kurz­fristigen Blick auf Ausgabenkontrolle und Leistungskürzung geprägt ist und zu wenig beachtet, wie sich durch Innovationen in den Entscheidungsstrukturen im Gesund­heits­wesen eine effizientere Nutzung von Investitionen in neue Technologien und neue Wachstumschancen für die ganze Volkswirtschaft erreichen lassen.

Die Podiumsdiskussion am 8. Oktober 2006 wird von Professor J.- Matthias Graf von der Schulenburg (Universität Hannover) moderiert und steht allen Interessierten offen. Die starke Präsenz ausländischer Experten kann uns helfen, über den Teller­rand der deutschen Situation hinauszublicken und nach neuen Wegen zu fragen, wie sich der Technologiewandel im Gesundheitswesen effizient bewältigen lässt. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an der Podiumsdiskusssion separat per Email bei Frau Sonja Petermann an: sonja.petermann@ifw-kiel.de.

 Ansprechpartner:

Anne Blondeel-Oman, European Science Foundation
Tel. +33 (0)3 8876-7135
ablondeel@esf.org

Dr. Michael Stolpe, Institut für Weltwirtschaft
Tel. +49 (0)431 8814-246