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12.03.2010
 
 
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IfW-Fokus

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Nr. 75    10. März
von Inna Melnykovska und Rainer Schweickert

 

Ukraine nach der Präsidentschaftswahl – verpasste Chancen, neue Perspektive?

Die Orangene Revolution hat nur eine Amtsperiode gehalten. Anfang 2005 waren mit der Wahl von Viktor Juschtschenko zum neuen ukrainischen Präsidenten große Hoffnungen verbunden, den Reformstau aufzulösen und das Land in die Euro­pä­ische Union zu integrieren. Tatsächlich hatten sich damals die Wirtschafts­oligarchen zusammengetan, um eines zu erreichen: die Anerkennung des Status als Markt­wirtschaft und der damit verbundene Zugang zur WTO als Gegenleistung für den demokratischen Umschwung. In der Ukraine war dies darüber hinaus mit der Hoffnung verbunden, dies sei nur der Start für eine weitergehende Integration in die EU bis hin zur Mitgliedschaft. Außerdem hatten sich die damaligen Protagonisten der Orangenen Koalition – neben Viktor Juschtschenko vor allem Julia Timoschenko – die Integration in die NATO auf die Fahnen geschrieben. Beides scheint nun nach der Wahl von Victor Janukowitsch, bei der manipulierten Wahl 2004 der designierte Nachfolger des Autokraten Kutschma, weiter entfernt denn je. Was ist schief­gegangen?

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