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IfW-Fokus

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Nr. 111    19. Dezember 2011
von Marcus Böhme, Toman Omar Mahmoud und Rainer Thiele

 

Migration: Entwicklungsmotor statt Entwicklungsbremse

Migration ist ein natürliches Phänomen. Seit jeher haben Menschen auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen ihre Heimat verlassen und sich neue Lebensräume erschlossen. Heutzutage sind internationale Migrationsströme vor allem auf die enormen Lohnunterschiede zwischen den einzelnen Ländern zurückzuführen. Zurzeit leben etwa 215 Millionen Menschen außerhalb ihres Geburtslandes. Allein 2010 haben sie Geldtransfers im Wert von mehr als 300 Milliarden US-Dollar an ihre Familien in den Herkunftsländern gesendet. In den letzten Jahren ist die Anzahl der internationalen Migranten, vor allem aber das Volumen der Rücküberweisungen kräftig gewachsen. Zwischen 1990 und 2010 stieg die Anzahl der Migranten um mehr als 40 Prozent, das Volumen der Rücküberweisungen hat sich im gleichen Zeitraum sogar verzehnfacht.

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