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IfW-Fokus

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Nr. 162    15. April 2014
von Jens Boysen-Hogrefe und Markus Haas

 

Konjunkturbereinigung für den Haushalt des Landes Schleswig-Holstein: Es besteht Handlungsbedarf!

Die Trennung von Konjunktur und Trend ist ein schwieriges Geschäft.  Doch ist sie unerlässlich, wenn dem Gebot des generellen Haushaltsausgleichs folgend nicht jede konjunkturelle Bewegung in den Haushalt durchschlagen soll.
Aktuell betreibt das Land Schleswig-Holstein ein Konjunkturbereinigungsverfahren, das für das Jahr 2013 eine Konjunkturkomponente von 498 Mio. Euro ausgewiesen hat (Saldo abzüglich struktureller Saldo). Überträgt man dieses Ergebnis mit den gängigen Daumenregeln auf die konjunkturelle Lage Deutschlands, kommt man zu dem Ergebnis, dass Deutschland sich 2013 in einem Boom befand, wie er seit über 30 Jahren nicht mehr zu beobachten war. Eine solche Einschätzung wird von kaum einer anderen Institution geteilt. Vielmehr weisen Berechnungen der Bundesregierung, der Europäischen Kommission, der OECD und auch die jüngsten Zahlen von IfW und ZEW eher auf eine schwache konjunkturelle Lage im Jahr 2013 hin.

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