Weltwirtschaftlicher Preis 2008
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Motivation
Nominierungsverfahren
von links: Prof. Dennis Snower, Prof. Edmund S. Phelps, Angelika Volquartz, Neelie Kroes,
Dietmar Hopp, Volker Herres und Peter Harry Carstensen.
Der Weltwirtschaftliche Preis wurde am 22. Juni 2008 vom Institut für Weltwirtschaft, mit Unterstützung der Landeshauptstadt Kiel und der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein verliehen.
Das Institut für Weltwirtschaft freut sich, dass es den diesjährigen Weltwirtschaftlichen Preis an
Prof. Edmund S. Phelps, Wirtschafts-Nobelpreisträger
Neelie Kroes, Wettbewerbskommissarin der Europäischen Kommission
Dietmar Hopp, Mitbegründer des Softwareunternehmens SAP
verleihen durfte.
Fotos von der Preisverleihung |
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| Prof. Edmund S. Phelps, Ph.D., geboren 1933 in Evanston, Illinois, USA, ist seit 1971 Professor an der Columbia University, New York, und gehört zu den einflussreichsten Ökonomen der vergangenen 40 Jahre. Phelps ist Wirtschafts-Nobelpreisträger des Jahres 2006. Er widerlegte die weit verbreitete Annahme, die Zentralbank könne dauerhaft zum Abbau der Arbeitslosigkeit beitragen, indem sie mehr Geld drucke und eine höhere Inflation zulasse. Da sich die Menschen jedoch laut Phelps an eine höhere Inflationsrate gewöhnen und diese deshalb bei all ihren Lohnforderungen, Preiskalkulation oder Sparentscheidungen einkalkulieren, habe eine höhere Inflation nur kurzfristig Wirkung auf die Arbeitslosigkeit – mittelfristig verpuffe die Wirkung. Übrig bleibe dann lediglich die Geldentwertung. Mit dem Namen Phelps ist auch die sogenannte „Goldene Regel der Kapitalakkumulation“ in der Wachstumstheorie verbunden, der zufolge die optimale Sparquote einer Volkswirtschaft im langfristigen Gleichgewicht durch einen Realzins in Höhe der gesamtwirtschaftlichen Wachstumsrate bestimmt wird. | Neelie Kroes, geboren 1941 in Rotterdam, ist seit November 2004 Wettbewerbskommissarin der Europäischen Kommission. Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin war ab 1971 Mitglied des niederländischen Parlaments, von 1977 bis 1981 Staatsekretärin und von 1982 bis 1989 Ministerin für Verkehr, Post und Telekommunikation. In dieser Zeit war sie unter anderem für die Privatisierung der niederländischen Post und Telekommunikationsdienste verantwortlich. Nach ihrer Amtszeit als Ministerin war sie Mitglied der Rotterdamer Handelskammer und saß im Aufsichtsrat zahlreicher niederländischer Unternehmen. Von 1991 bis 2000 war sie Rektorin der renommierten Nyenrode Business Universiteit. Bis zu ihrer Ernennung als Wettbewerbskommissarin war Neelie Kroes in beratender Funktion und als Vorstandsmitglied in nationalen und internationalen Unternehmen tätig. | Dietmar Hopp, geboren 1940 in Heidelberg, ist einer der erfolgreichsten deutschen Unternehmer der vergangenen 30 Jahre und Mitbegründer des Softwareunternehmens SAP, das von einer kleinen, 1972 gegründeten Firma zum heute drittgrößten Softwarehaus weltweit aufstieg. Mit dem Börsengang der SAP AG im Jahr 1988 wurde Hopp zum Vorstandsvorsitzenden bestellt und wechselte 1998 auf den Posten des Aufsichtsratschefs der SAP, eine Tätigkeit, die er bis zu seinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft im Jahr 2005 innehatte. Seither betätigt er sich verstärkt als Mäzen und Förderer der Wissenschaft, nachdem er bereits 1995 die Dietmar-Hopp-Stiftung gegründet und sie mit 28 Millionen SAP-Aktien ausgestattet hatte. Heute ist die Dietmar-Hopp-Stiftung eine der größten Privatstiftungen in Europa. Sie widmet sich der medizinischen Forschung, der Ausbildung an Universitäten und Schulen, sozialen Einrichtungen und dem Jugendsport. Bis Ende 2006 hat sie schon mehr als 115 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke aufgewendet. Daneben tritt Hopp als großzügiger Sponsor vieler Sportvereine und -anlagen in Erscheinung. |
Auf ihre individuelle Art spiegeln unsere Preisträger den Zielgedanken des Weltwirtschaftlichen Preises wider. Der Weltwirtschaftliche Preis soll eine kreative Stimme in der zum Teil karg und kümmerlich anmutenden öffentlichen Debatte um die Zukunft der Weltwirtschaft anklingen lassen. Sie ist weder die Stimme des erbarmungslosen, rücksichtslosen Wettbewerbs noch die Stimme der Kapitalismuskritik. Durch die Würdigung der außerordentlichen Leistungen unserer Preisträger, wollen wir dafür werben, dass eine auf ökonomischen Anreizen basierende Marktwirtschaft gleichzeitig die Effizienz und den sozialen Ausgleich befördern kann.
Weltwirtschaftlicher Preis 2012 / 2011 / 2010 / 2009/ 2007 / 2006 / 2005
Kontaktperson: Prof. Dr. Federico Foders