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24.05.2013
 
 
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Rohstoffknappheit

 

Im seit Anfang 2011 exisitierenden Forschungsschwerpunkt zur „Rohstoffknappheit“ werden Gründe und Effekte der Verknappung des Angebotes natürlicher Rohstoffe analysiert und Mechanismen zum Management dieser knappen Ressurcen entwickelt. Der Schwerpunkt beinhaltet Forschung und Politikberatung sowohl im Bezug auf  erneuerbare, als auch endliche natürlicher Rohstoffe. Entsprechend werden angemessene Zuteilungsmechanismen gesucht, die Probleme des Ressoucenmanagements lösen können.

 

Energieeffizienz in der deutschen Industrie

Unter dem Druck von steigenden Energiekosten und Anforderungen zur Emissionsreduktion sind die Handlungsoptionen von Unternehmen begrenzt, insbesondere in energieintensiven Industrien. Viele Betriebe setzen dabei auf eine Substitution von Energie durch Kapital, das heißt sie bemühen sich um eine Verbesserung der Energieeffizienz. Darüber hinaus ist die Verbesserung der Energieeffizienz auch auf makroökonomischer Ebene eine Kernkomponente in den meisten Szenarien zur Steigerung der Versorgungssicherheit, aber auch im Kampf gegen den Klimawandel. Maßnahmen zur Senkung der Energieintensität, insbesondere in der Produktion von energieintensiven Gütern, dienen zur Minderung des Zielkonfliktes zwischen Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Umwelt- und Klimaschutz. Aus diesem Grund untersuchen wir die Entwicklungen in der Energieeffizienz und im Energieträgermix deutscher Industrieunternehmen, nicht zuletzt mit dem Ziel der Bewertung der entsprechenden Politikmaßnahmen.

 

Ökonomische Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis

ACEESSAufgrund des voranschreitenden Klimawandels ändert sich der Arktische Ozean. Steigende Temperaturen führen insbesondere zu einem Rückgang der Eisdecke. Dies hat nicht nur schwerwiegende Implikationen für das Ökosystem selbst, sondern auch für den Zugang für menschliche Aktivität. Bereits heute hat der Arktische Ozean Interesse als Schifffahrtsweg, Fischgrund und Ressourcenspeicher geweckt. Der Verbesserte Zugang zum Arktischen Ozean beeinflusst nicht nur die Bewohner der Arktis selbst und die Anrainerstaaten, sondern auch Akteure jenseits der Arktis.

Das Forschungsprojekt "Arctic Climate Change, Economy and Society (ACCESS)" untersucht die sozio-ökonomischen Auswirkungen eines verbesserten Zugangs zum Arktischen Ozean und wägt die damit verbundenen Risiken ab. Unsere Forschungsgruppe beschäftigt sich mit den Implikationen einer gesteigerten Öl- und Gasproduktion im Arktischen Ozean. Zusammen mit Partnern aus verschiedenen Disziplinen untersuchen wir Kosten, Umweltrisiken, Weltmarktimplikationen und die Nachhaltigkeit von off-shore Energieproduktion unter Arktischen Bedingungen. ACCESS ist Teil der Ausschreibung "Ozean der Zukunft" im Rahmen des siebten Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union.

Weiterführende Hinweise finden Sie auf der ACCESS Projekthomepage http://www.access-eu.org/.

 

Urbane Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen

Urbane Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (URBES) spielen eine entscheidende Rolle für die nachhaltige Entwicklung von Städten, insbesondere vor dem Hintergrund der durch den globalen Wandel hervorgerufenen Herausforderungen. Systematische Erkenntnisse über ihre Rolle für das Leben in den Städten fehlen jedoch bislang. Darüber hinaus werden urbane Ökosystemdienstleistungen in der Regel nicht auf Märkten gehandelt. Fehlende Marktpreise, die die individuelle Bewertung dieser Dienstleistungen durch die Stadtbewohner widerspiegeln würden, können ein Unterangebot zur Folge haben. Ein nachhaltiges Landnutzungs- und Flächenmanagement hingegen erfordert die Einbeziehung ökologischer, sozio-kultureller und ökonomischer Werte urbaner Ökosystemdienstleistungen und Biodiversität in die Entscheidungsfindung. Ziel des Projekts URBES ist es daher (1) die Rolle urbaner Biodiversität und damit verbundener ökosystemarer Dienstleistungen für den Menschen umfassend zu analysieren, (2) ihren Wert zu quantifizieren und (3) darauf aufbauend Empfehlungen für ein nachhaltiges Landnutzungs- und Flächenmanagement zu geben. Ein besonders innovativer Aspekt von URBES ist dabei, dass es den TEEB-Ansatz der UNEP erstmals auf urbane Räume anwenden wird und sowohl monetäre als auch nicht-monetäre Bewertungsansätze für urbanes Grün und Biodiversität anwendet und gegenüberstellt.

 

Strategische Rohstoffversorgung

Für die wirtschaftliche Entwicklung – insbesondere im Hochtechnologiebereich – ist die Verfügbarkeit von Rohstoffen von zunehmender Bedeutung. Diese überwiegend mineralischen Rohstoffe sind allerdings begrenzt und weltweit sehr ungleich verteilt. Der Zugang zu diesen Rohstoffen bekommt daher zunehmend eine strategische Bedeutung. Allerdings ist die Erschließung und der Abbau neuer Lagerstätten zunehmend mit erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt, aber auch geopolitischen Konflikten verbunden. Entsprechend stellt sich die Frage, inwieweit Marktmechanismen weltweit eine ausreichende, nachhaltige Rohstoffversorgung sicherstellen, oder ob es wirtschaftspolitischer Eingriffe und internationaler Regelungen bedarf.

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