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17.04.2014
 
 
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Finanzmärkte und makroökonomische Aktivität

Der Finanzsektor: Ein komplexes System mit einer Vielzahl interagierender Akteure. Ein gut funktionierender Finanzsektor ist eine notwendige Voraussetzung für das Wachstum einer Volkswirtschaft. Die Finanzkrise der Jahre 2008/09 hat nachdrücklich gezeigt, wie ein Ausfall einzelner Komponenten über Dominoeffekte die Funktionsfähigkeit des gesamten Finanzsektors beeinträchtigen und letztendlich immense Schäden für die Weltwirtschaft verursachen kann. Dies unterstreicht die Bedeutung der Entwicklung von Modellen und Diagnoseinstrumenten zur Analyse und Identifikation der Ursachen von Instabilitäten und gesamtwirtschaftlichem Risikopotenzial im Finanzbereich.
Das Ziel der Forschungsgruppe ist es, einen Beitrag zu einem tieferen Verständnis der Struktur von Risiken im Finanzsektor zu leisten. Die untersuchten Themenbereiche beinhalten die Analyse der Interaktionen zwischen Marktteilnehmern, die Entstehung von spekulativen Blasen, den Einfluss von kognitiven Verzerrungen auf das Marktverhalten, und die ökonometrische Analyse der Preisdynamik und des Schwankungsgrades von Finanzaktiva.

Profil

Die Mitglieder des Forschungsbereichs verbinden Expertise im Bereich der verhaltensorientierten Finanzökonomik, der empirischen Finanzmarktforschung und der experimentellen Wirtschaftsforschung.
Durch die Verbindung von Erklärungsansätzen und Methoden dieser unterschiedlichen Forschungsrichtungen resultiert das spezifisch an der Schnittstelle dieser Bereiche angesiedelte Forschungsprogramm der Arbeitsgruppe.
Aus methodischer Sicht ist die Arbeit des Forschungsbereichs gekennzeichnet durch die Sicht des Finanzsektors als eines dynamischen Systems mit einer Vielzahl involvierter und in Wechselwirkung stehender Akteure. Um der komplexen Dynamik des Finanzsektors gerecht zu werden, verwendet die Arbeitsgruppe neben eher traditionellen ökonomischen und ökonometrischen Analyseinstrumenten auch neue Methoden der agenten-basierten Modellierung und der Netzwerkforschung.

 

Wissenstransfer

Die Arbeiten des Forschungsbereichs werden regelmäßig auf internationalen Konferenzen präsentiert. Die leitenden Wissenschaftler sind präsent in den Herausgebergremien namhafter Fachzeitschriften und regelmäßig Mitorganisatoren von internationalen Konferenzen und Workshops (u.a. zu den Lehren der gegenwärtigen Finanzkrise).
Einer breiteren Öffentlichkeit werden die Forschungsergebnisse der Arbeitsgruppe durch die Teilnahme an öffentlichen Podiumsdiskussionen, Interviews und Beiträge in Zeitungen zugänglich gemacht.

 

Im April veranstalten wir einen Workshop: Networks in Finance and Macroeconomics link

 

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