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10.03.2010
 
 
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Reform der Wohlfahrtsgesellschaft

Die Zukunft vieler sozialstaatlich geprägter Gesellschaften ist die Wohlfahrtsgesellschaft, eine Wohlfahrtsordnung, die durch staatliche Aktivität mit einer pluralistischen Zielsetzung, wie z. B. Vollbeschäftigung, Bereitstellung von Sozialleistungen, Umverteilung von Vermögen und Einkommen, Zahlung von Altersrenten, Zugang zu Leistungen, die dem Risiko eines Marktversagens unterliegen (z.B. Bildung und Gesundheitsleistungen), charakterisiert wird.               Daher ist dies ein Thema von globaler Relevanz, nicht nur für die westlichen Industrieländer, wie z. B. Deutschland, sondern auch für Schwellenländern und stellt eine der großen weltwirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit dar. Diese Herausforderungen können daher nur multilateral gelöst werden und erwachsen beispielsweise aus dem technischen Fortschritt, demographischen Wandel, Änderungen in der Organisation der Arbeit oder durch die Folgen der Globalisierung. 


Wie sollte der Wohlfahrtsstaat auf diese Herausforderungen reagieren und wie sollten optimale Reformen gestaltet sein um die Anpassungsfähigkeit der Menschen zu erhöhen, damit sich diese von Verlierern zu Gewinnern verwandeln können?


Die zentrale These dieses Forschungsbereichs zu diesen Fragestellungen lautet: „Wirtschaftliche Anreize sind wichtig.” und die sich daraus konsistent ergebenden Schwerpunkte sind (i) Messung der wirtschaftlichen Anreize, die sich durch die Wohlfahrtspolitik ergeben, und daraus ableitend (ii) Auswirkungen auf das Verhalten.
Der Forschungsbereich analysiert die Wirksamkeit der Wohlfahrtspolitik hinsichtlich ihrer Effizienz (Nichtvorhandensein von Verschwendung) und Gerechtigkeit (Umverteilung).
Die Forschung erstreckt sich sowohl auf die bereits vorhandene Politik als auch auf Reformvorschläge. In einem ersten Schritt konzentriert sich die Forschung auf Deutschland, während das mittelfristige Ziel in dem Aufbau eines internationalen Forschungsnetzwerkes liegt um hiermit eine Basis für den Vergleich von Wirtschaftspolitik in verschiedenen Ländern zu legen um daraus allgemeingültige Verhaltensweisen ableiten zu können.

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