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11.02.2012
 
 
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Die Herausforderungen der Globalisierung für den Arbeitsmarkt

 

In öffentlichen Debatten um die Auswirkungen der Globalisierung wird stets vor massiven Arbeitsplatzverlusten in Folge des wachsenden Welthandels und des zunehmenden ausländischen Konkurrenzdrucks gewarnt. Dagegen haben Ökonomen bis vor kurzem mögliche Effekte des Außenhandels auf die Arbeitslosigkeit weitgehend ignoriert - trotz des großen öffentlichen Interesses an diesem Thema. So bediente sich die Außenhandelstheorie zumeist langfristiger allgemeiner Gleichgewichtsmodelle, in denen aufgrund vollkommen flexibler Arbeitsmärkte zu jeder Zeit Vollbeschäftigung herrscht.

Dieses Projekt trägt zur wachsenden Literatur bei, die die Effekte von internationalem Handel auf Arbeitslosigkeit und Ungleichheit untersucht. Dazu werden mikrofundierte Modelle des Arbeitsmarktes und Theorien des Außenhandels miteinander verknüpft und innerhalb der entstehenden Modelle Gewinner und Verlierer des Globalisierungsprozesses identifiziert. Basierend auf diesen Analysen untersucht das Projekt sodann, wie beschäftigungspolitische Maßnahmen, wie beispielsweise Einstellungsgutscheine oder Lohnsubventionen, dazu verwendet können, mögliche negative Folgen des Globalisierungsprozess auf dem Arbeitsmarkt abzumildern. Wir betrachten dabei sowohl die Effizienz als auch Verteilungswirkung dieser Maßnahmen.

Der Globalisierungsprozess führt jedoch nicht nur zu einer Zunahme des grenzüberschreitenden Warenverkehrs sondern auch zu einer Zunahme von Migrationsbewegungen. In den Einwanderungsländern haben diese Migrationsbewegungen eine kontroverse Debatte über mögliche negative Auswirkungen für einheimische Arbeitskräfte ausgelöst. Mit diesen arbeitsmarktpolitischen Effekten der Zuwanderung befasst sich der zweite Schwerpunkt des Projekts. Darüber hinaus untersuchen wir, welche Politikmaßnahmen die (ökonomische) Integration von Migranten in den Gastländern fördern kann.

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