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11.02.2012
 
 
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Marktunvollkommenheiten, Arbeitsmarktrigiditäten und die Effekte der Geldpolitik

Über die vergangenen Jahrzehnte hat sich die Konjunkturforschung relativ unabhängig von der Forschung zu Arbeitsmarktinstitutionen entwickelt. Trotz des innovativen Ansatzes und seiner Relevanz in der Lösung einer Vielzahl von Mikro-Makro Paradoxen hat die Konjunkturliteratur ernsthafte Schwächen, wovon einige der vereinfachten Sichtweise des Arbeitsmarktes zuzuschreiben sind. Konjunkturmodelle vernachlässigen normalerweise das Problem der Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen Unterbeschäftigung von Ressourcen. Sie konzentrieren sich sehr stark auf den Gütermarkt und vernachlässigen die Einsichten der Arbeitsmarktliteratur.

 Die künstliche Trennung und das starke Eigenleben der Forschung in den Bereichen Arbeitsmarktökonomik und Konjunkturtheorie ist weder der theoretischen Relevanz noch der wirtschaftspolitischen Beratungsqualität dienlich, da einige der wichtigsten Anpassungsprozesse, die für die Beziehung zwischen realen und nominalen Variablen wichtig sind, dem Arbeitsmarkt entspringen: Einstellungs- und Entlassungskosten, die Kosten der Humankapitalakkumulation, die Kosten von Lohnverhandlungen können alle der Auslöser von langen Anpassungsprozessen sein, nicht nur im Arbeitsmarkt, sondern auch im Gütermarkt.

Vor diesem Hintergrund hat das Institut für Weltwirtschaft in Kooperation mit Partnerinstitutionen ein politikorientiertes Netzwerk gegründert („Ensuring Economic and Employment Stability“), dass die Verknüpfung zwischen Arbeitsmarktökonomik und Konjunkturtheorie stärker herstellen will. Das Netzwerk ist Teil des „Monetary-Macroeconomics Netzwerks“ und besteht aus folgenden Partnerinstitutionen:

  • Centre de Recerca en Economia Internacional (Universitat Pompeu Fabra), Spanien
  • Deutsche Bundesbank, Deutschland
  • Europäische Zentralbank, Deutschland
  • Institut der deutschen Wirtschaft, Deutschland
  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Deutschland
  • Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Deutschland
  • South African Reserve Bank Chair and University of Pretoria, Südafrika
  • University College London, Vereinigtes Königreich
  • University of Aarhus, Dänemark
  • University of Pavia, Italien

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