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20.04.2014
 
 
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Makroökonomische Politik in unvollkommenen Märkten

Unsere Agenda:

Moderne Volkswirtschaften sind von einem ständigen Auf und Ab gekennzeichnet. 
Auf eine Rezession folgt häufig eine Expansion, wie wir das auch gerade nach der vergangenen Finanzkrise erleben. Rezessionen sind von besonderem Interesse für die Öffentlichkeit und politische Entscheidungsträger da sie mit sinkendem Ein-
kommen und höherer Arbeitslosigkeit verbunden sind. Auf der anderen Seite kann eine Expansion zu einer Überhitzung der Ökonomie mit inflationärem Druck führen.

In der Forschungsgruppe analysieren wir die Bedeutung von Marktunvollkommen-
heiten und Institutionen für die konjunkturellen Schwankungen mit Hilfe dynamischer allgemeiner Gleichgewichtsmodelle und überprüfen die Aussagen theoretischer Modelle anhand empirischer Methoden. Aus unseren Analysen ergeben sich unmittelbar Empfehlungen für die Gestaltung von Politik, wie z.B. die Frage nach der optimalen Ausrichtung von Geldpolitik bezüglich Inflation und Arbeitslosigkeit oder die Frage nach der optimalen Höhe der Inflationsrate.

Unsere Expertise:

  • Schwerpunkt Arbeitsmarkt: Wir haben eine mikrofundierte und leicht verständliche Alternative zum Standard Search-and-Matching Ansatz entwickelt, um Arbeitslosigkeit zu modellieren. Dieser Ansatz ist besonders geeignet, um europäische Arbeitsmarktinstitutionen abzubilden.
  • Heterogenität: Wir berücksichtigen die Heterogenität von Agenten und/oder Technologien. Zum Beispiel betrachten wir die Unterschiede zwischen neuen und bestehenden Firmen, oder die institutionellen Unterschiede zwischen Ländern.
  • Globale Perspektive: Wir nutzen Modelle offener Volkswirtschaften um u. a. die Bedeutung von asymmetrischen Arbeitsmärkten in einer Währungsunion zu diskutieren oder um die Konsequenzen von Protektionismus in Krisen aufzuzeigen.
  • Methodologie: Während die Modellierung von Marktunvollkommenheiten in DSGE Modellen unsere Kernkompetenz in theoretischer Sicht ist, bietet uns die intensive Kooperation mit dem Prognosezentrum des Institutes Fachwissen zu empirischen Methoden, wie z. B. VAR Modellierungen oder Bayesianischen Schätzungen.

Unser Netzwerk:

Der Forschungsbereich organisiert das politikorientierte Netzwerk “Ensuring Economic and Employment Stability” (EES), welches sich mit der Verbindung zwischen Konjunkturschwankungen und Arbeitslosigkeit auseinandersetzt. Das Netzwerk vereint wichtige politische Institutionen, Forschungszentren und Universitäten in ganz Europa und organisiert regelmäßige Treffen führender Experten, um aktuelle wissenschaftliche und politikrelevante Themen zu diskutieren. Unter den Teilnehmern unserer Konferenzen finden sich so prominente Namen wie Chris Pissarides und Dale Mortensen (beide Gewinner des Noblepreises 2010), Robert Hall, Robert Shimer, Lawrence Christiano, Martin Eichenbaum, Jordi Galí, Per Krusell, John Haltiwanger, Eran Yashiv, Guiseppe Moscarini und Richard Rogerson. Für weitere Informationen zum Netzwerk und den teilnehmenden Institutionen folgen Sie bitte diesem Link (www.ees.ifw-kiel.de/).

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